Freitag, 20. Juni 2008

Na wenn's doch against the law ist!


Mali ist letztens wieder mal über einen brillianten Artikel (gestörten und britischen Inhalts) in einer der Gratiszeitungen hier gestolpert - dieser soll also nun in digitaler Form mit euch geteilt werden. Passt halt auf dass ihr nicht zu sehr lacht falls ihr ihn lustig findet, man weiss ja nie ne…

The man who fell off a sofa while laughing at Have I Got News For You - and ended up in court


A man was handcuffed, arrested and dragged before a court after falling off the settee with laughter while watching Have I Got News For You.

Christopher Cocker, 36, was enjoying the BBC1 show when a joke made by panellist Paul Merton had him doubled up with laughter.

He collapsed on the floor - but the thud startled his downstairs neighbour who, believing he had collapsed, called police.

Officers arrived and said Cocker was initially co-operative but became 'aggressive' when they asked his name and tried to shut his front door.

He was eventually disabled with parva spray through the gap and arrested.

Jonathan Taylor, defending, said: 'The officer accepts in his statement that he struck my client and then sprayed him again.

'He was handcuffed and unceremoniously thrown into the back of a police van. When he ended up in a police cell he was asking himself how all this had happened.'

Mr Taylor told Blackburn Magistrates' Court, Lancs., said that having informed the police he was the only one in the flat and he was fine, his client could not understand why they wanted his details.

'With hindsight he should just have told the police what they wanted to know and they would have gone on their way,' said Mr Taylor.

Cocker, of Blackburn, Lancs., pleaded guilty to resisting a police officer and was given a conditional discharge for six months following the incident on May 20.

A charge of assaulting PC Michael Davies was withdrawn.

Speaking after the hearing, Cocker said he had been in his flat minding his own business.

He said: 'I can't believe it - I was thrown in the back of a police van before being stripped naked and put in a cell.

'I was handcuffed behind my back and my ankles bound with plastic ties before six of them carried me to the van.

''It was something Paul Merton said and I remember falling of the settee, I didn't think it would end up in court.

'I hadn't had a drink or anything, I was just watching TV and all this happened. Paul Merton is one of my favourites. He's really funny.'


(...)

After the hearing Joan Codling, 57, who lives in the flat below and made the call to police, said she contacted officers after being concerned that he may have fallen ill.

She said: 'I was worried in case he was having an epileptic fit. There was a lot of noise and I didn't know what to do so I called the police.'

A police spokesman said Cocker became 'aggressive' towards the officers who feared for their own safety.

The spokesman said: 'Parva spray was used to stop any confrontation and was necessary to protect the officers and any members of the public who were around at the time.

'Within the circumstances, we feel we used reasonable force.'





Cheers und immer schön brav das Lachen verkneifen ne,
Sara

Mittwoch, 4. Juni 2008

United in love


Da ich heute der weltallerfleissigster Blogger bin kommt hier grad auch noch der versprochene Zusammenschnitt vom Championsleaguefinale in der Students Union Bar. Auch wenn die Videos mit unseren billigen Kompaktkameras aufgenommen wurden geben sie doch ziemlich gut die Stimmung wieder, die an dem Abend geherrscht hat. Ach, war das schön! *seufz*

Cheers loves,

Mali


Schlüsselkind


Neulich in der JPH-WG: die Wohnung von Jeremy und Phil ist ganz neu und deswegen kommt auch immer mal wieder jemand von der Baufirma vorbei um noch was zu reparieren oder einzustellen. So war kurz vor unserem Trip in den Lake District der Heizkörper kaputt und der nette Herr von der Baufirma versprach das in unserer Abwesenheit zu erledigen. Also überliessen ihm die Jungs vertr auensvoll Jeremys Schlüssel und der Baufirmenmann versicherte ihnen, dasser den Schlüssel nach getaner Arbeit verlässlich im Briefkasten deponieren würde. Zurück in Manchester machte Jeremy aber die grauenhafte Entdeckung eines leeren Briefkastens. Zum Glück war der Phil zu Hause und so konnte er wenigstens in die Wohnung. Sofort rief er den Baufirmenmann an und erkundigte sich, wo denn der Schlüssel abgeblieben war.
"Oh!", rief der Baufirmenmann. "Das ist ja blöd. Der sollte doch im Briefkasten sein. Tja." Blöd war auch, dass Samstag war und der Baufirmenmann deswegen zu Hause in Liverpool und da war dann halt nichts zu machen. Außerdem wusste er ja nicht einmal wer den Schlüssel überhaupt hatte, was einen in einer Stadt mit einer Einbruchsdiebstahlrate wie Manchester schon mal ein bisschen nervös machen kann.
Der Baufirmenmann versprach sofort am Montag das Türschloss auszutauschen - für alle Fälle. Und so verbrachte der Jeremy Samstag und Sonntag zwar mit Phils Schlüssel in der Wohnung, liess aber die Tür angelehnt, weil der Phil auf ein paar Bier gegangen war und beim Heimkommen niemanden aufwecken wollte. Hätte das derjenige gewusst, der den Schlüssel in seinem Besitz hatte (oder auch ein paar andere Leute, die gerne mal eine Wohnung ausräumen würden), sie hätten sich gefreut, denn sie hätten den Schlüssel ja nicht mal benutzen müssen.

Jedenfalls musste jemand den Schlüssel vom Phil am Montag Morgen um 10 im Büro der Baufirma, das sich im Erdgeschoss des Gebäudes befindet, abgeben, damit das mit dem Schloss geregelt werden konnte und da die Jungs ja im Gegensatz zu mir zur arbeitenden Bevölkerungsschicht gehören wurde ich mit dieser ehrenvollen Aufgabe betraut. Und so stand ich dann also zu gegebenem Zeitpunkt vor der verschlossenen Bürotür - und keiner war da.
Also rauchte ich erst mal eine. Und noch eine. Dann lief ich gemütlich um's Gebäude, um zu sehen, ob sich vielleicht irgend einer der Bauarbeiter auf einem der Balkone befand. Tat aber keiner. Also rauchte ich noch eine und vertrieb mir die Zeit mit einem Projekt X Podcast über Kopfhörer. Die Minuten verrannen und niemand kam.
Ich schickte dem J. eine SMS um zu fragen, ob ich den Schlüssel einfach mitnehmen und gehen sollte, aber der gute Mann befand sich in einer Besprechung und antwortete deswegen nicht. Außerdem fiel mir dann ein, dass ich ja den einzigen vorhandenen Schlüssel zur Wohnung hatte und somit außer mir niemand mehr in die Wohnung konnte. Deswegen machte ich eine weitere Runde um's Haus und entdeckte dabei, dass die Haustüre offen war. Das war ein Glück, denn dieses hochmoderne Bauwerk hat stylische Nummernschlösser an den Haustüren und ich kenne natürlich den Zahlencode nicht.
Ich ging also rein und suchte das ganze, riesige Haus nach irgendeinem Baufirmenmitglied ab. 4 Stockwere, 10.000 Wohnungstüren, Tiefgarage und Müllraum. Keiner da.

Also wieder zurück zum Büro. Da war immer noch keiner. Deswegen rauchte ich erst mal eine. Das Projekt X war mir in dem Moment zu lustig, deswegen stieg ich um auf Converge - passte besser zur Stimmung.
Endlich sah ich einen Mann die Strasse überqueren und schnurstracks auf das Büro zugehen. Erleichtert winkte ich ihm zu und als er mich fragend ansah sagte ich:
"Hallo! Das ist der Schlüssel von Apartment 50. Sie wollten doch das Schloss heute austauschen. Darf ich Ihnen den überlassen?"
Der Mann schaute mich gross an, lächelte dann scheu und sagte: "Ich? Nein. Ich bin doch nur der Briefträger! Keiner da? Hm… wohl in der Mittagspause die Herren."
Ups. Da fiel mir dann auch auf, dass der Mann einen Stapel Post in den Händen hielt, knapp unter der Brust wo auf seinem T-Shirt rotleuchtend das Logo von der Post prangte. Grinsend zog der Postman ab und ich stand wieder vor dem Büro wie der Ochs vorm Berg. Und mittlerweile war ich echt genervt, denn ich hatte eigentlich vorgehabt was für die Uni zu tun.

Nach einer weiteren Runde ums Haus sah ich plötzlich von der Weite einen Bauarbeiter mit einer Glasscheibe ins Gebäude gehen. Ich nahm sofort die Verfolgung auf und als ich im 1. Stock ankam, sah ich ihn weiter hinten in den Lift steigen. Ich spurtete los um ihn einzuholen und wäre deswegen fast mit einem grossen, dicken Mann in leuchtender Bauarbeiterweste kollidiert, der gerade aus einer Wohnung trat.
Da ich es vermeiden wollte den Schlüssel wieder einem wildfremden Kerl anzuvertrauen musste ich erst mal sicher sein, dass er zur Baufirma gehörte.
"Ja!", meinte er. "Klar!" und reckte die Brust.
Ich fragte ihn, wann denn wieder mal jemand im Büro sein würde und er meinte: "So in einer Stunde oder so vielleicht. Wieso?"
Ich erklärte ihm die Schlossaustauschgeschichte, aber vor lauter Aufregung war mein Englisch gelinde gesagt äußerst mies. Ich wiederholte mein Gestammel, aber er schien nicht ganz zu verstehen. "Why?", fragte er.
"Because you lost the key to the apartment!", sagte ich. Er machte eine abwehrende Geste. "Me? No, I didn't. I didn't even have them!", rief er.
"Na ja, die Firma halt!", sagte ich beschwichtigend worauf er sich ein bisschen entspannte und zugab von der Geschichte gehört zu haben.
Er meinte er könne den Schlüssel gerne nehmen und später im Büro abgeben, aber ich war irgendwie skeptisch. "No problem, I can do that.", versicherte er mir. "Look, I have a lot of keys.", fuhr er fort und zeigte mir eine ganze Schachtel voller Wohnungsschlüssel. Und obwohl mich das vielleicht überzeugen hätte sollen - das und der Umstand, dass der Mann ja aus einer der Wohnungen rausgekommen war - war ich immer noch unsicher.
"Hmmm…", machte ich skeptisch. Aber was blieb mir denn anderes übrig? Also gab ich dem Mann den Schlüssel und liess ihn schwören, dass er die neuen Schlüssel am Nachmittag im Briefkasten deponieren würde. Vor lauter Aufregung fiel mir die Hälfte der Wörter nicht ein und der Mann musste glauben, dass er es hier wohl mit einer Vollidiotin zu tun hatte.
"Don't you have a spare key?", fragte er.
"No. I don't even live here!", antwortete ich seufzend. Das verwirrte ihn jetzt komplett. Er kannte sich gar nicht mehr aus und wollte den Schlüsse erst mal ausprobieren. Ob das ok sei, fragte er.
"Hmmm…", machte ich wieder. "May I come with you?" Ja, sicher, kein Problem.

Also gingen wir zusammen zurück zur Wohnung. Er sperrte auf und überprüfte fachmännisch das Schloss worauf er verlauten liess, dass die Austauscherei kein Problem sein dürfte. DAS hätte ich ihm auch sagen können, denn dieses Schloss hätte ich sogar selber wechseln können. Aber nun konnte ich mich wenigstens endlich auf den Heimweg machen.

Kaum befand ich mich im Bus, rief der Jeremy an und ich erklärte ihm, dass der Schlüssel nun bei der Baufirma wäre und er doch bitte in ca. einer Stunde mal da anrufen sollte um zu fragen, ob das auch alles jetzt so passt.
"Wie heisst den der Mann, der den Schlüssel jetzt hat?", fragte er.
"Ähm… keine Ahnung."
"Oh. Und wie sah er aus?"
Mein Englisch ist ja mittlerweile ziemlich ok, aber beim Telefonieren hab ich immer noch Schwierigkeiten. Dass ich mich in einem laut scheppernden Bus befand in dem mir 1000 Leute interessiert zuhörten machte die Sache auch nicht grade leichter.
"Old guy, white hair.", sagte ich. Den kannte der Jeremy wohl nicht. Leider fiel mir weder das Wort für "dick" noch das für Rossschwanz ein. Also sagte ich: "An old guy, very tall and fat with white hair and… a tail - you know?", worauf der Jeremy in Gelächter ausbrach und ich mich in dem Bus in Grund und Boden schämte.

Das Schloss wurde schließlich dank meiner selbstlosen Bemühungen ausgetauscht, beide Jungs haben wieder ihre Schlüssel und die Wohnung ist auch nicht ausgeräumt worden. Aber anstrengend war das schon, das könnt ihr mir glauben.

Cheers loves,

Malaika

Dienstag, 3. Juni 2008

Trip zum Lake District


Der Jeremy und ich haben letzte Woche 4 Tage im Lake District verbracht. Der Lake District - auch "The Lakes" genannt - ist ein Nationalpark und meiner Meinung nach der Bregenzerwald Englands. Die Kühe teilen sich hier aber die Weiden mit einer Übermacht an Schafen und ein paar alten Ackergäulen und statt Elektrozäunen gibts hier romantische Trockenmauern oder aber gar keine Abgrenzungen. Der höchste Berg ist der Scafell Pike, der mit seinen 978 m dem Pfänder kaum Konkurrenz macht. Und grün ist der Lake District. Grün, grün , grün in allen Schattierungen (das wär was für Dich, Inale!).

Wir hatten ein kleines Apartment in der Nähe von Kendall gemietet, das sich in einer alten Mühle direkt an einem Bach befand und deshalb auch "Waters Edge" hiess. Der Hof zu dem die Mühle gehört trägt übrigens den klingenden Namen "Cocks Close" - die Engländer sind von Cocks besessen, haha.


Der Hausmeister, Bob, begrüsste uns gleich mit dem Vorwurf, dass er unseretwegen extra früh aufstehen und dann auch noch seine Frau zum Putzen des Apartments mitbringen hatte müssen. Ich persönlich habe seinen brutalen Dialekt eh kaum verstanden, aber dafür war ich sehr beeindruckt , als er später erzählte, dass der Bach zu ihm spricht und ihm unter anderem einen Wetterbericht liefert.

Am zweiten Tag haben wir einen der Seen besucht - the Ullswater. Der fanatische Jeremy wollte dort auf einen Hügel steigen, um die Aussicht zu genießen und er gab nicht eher Ruh als bis wir ganz oben angekommen waren. Kennt jemand den Film "Der Engländer der auf einen Hügel stieg und von einem Berg wieder herunterkam"? Also ich hab den Film ja nie gesehen, aber der Titel beschreibt perfekt die Situation. Als wir nämlich ganz oben waren und 1000 Fotos gemacht hatten, bemerkten wir, dass wir nur noch 20 Minuten Zeit hatten, um wieder runterzusteigen und unser Schiff zurück zu kriegen. Man konnte das Schiff auch schon näher kommen sehen.
Ich wollte schon den Rückweg antreten, als der Jeremy vorschlug einfach eine Abkürzung zu nehmen und von unserem Standort aus einfach direkt den Hügel zum See runter zu gehen. Ich, als verantwortungsbewusstes Landei, war dagegen und meinte, dass wir uns auf keinen Fall wie Karl-Friedrich aus der Piefke Saga aufführen könnten und lieber die Route mit dem Wanderpfad nehmen sollten. Aber der Jeremy liess nicht locker und ich dachte mir: "Ach was soll's. Ist ja nur ein popeliger Hügel." Falsch gedacht. Der popelige Hügel war an dieser Stelle so steil, dass es mir nach 5 Minuten Abstieg die Haare aufstellte.


Wer schon mal so blöd war mit Chucks wandern zu gehen kann sich vielleicht annähernd vorstellen, was für ein Nervenkitzel das war. Aber zurück ging eben nicht mehr. Wie die Idioten rutschten wir Zentimeterweise den Hügel runter und als wir ungefähr die Hälfte geschafft hatten, sahen wir unser Schiff ohne uns davon fahren. Solange wir auf der Wiese liefen ging's ja noch. Aber dann kamen gemeine Geröllfelder. Der Jeremy schlug vor, dass wir doch auf den Steinen gehen sollten, das ginge sicher besser, worauf ich ihm den Vogel zeigte und mir dachte, dass es schon seine Vorteile hat ein Landei zu sein. Der Hang war übrigens so steil, dass sich anscheinend nicht mal die Schafe dorthin trauten, denn nur so kann ich mir den Umstand erklären, dass das der einzige Ort war, wo ich nirgends Schafsscheisse entdecken konnte.
Als wir schließlich doch unten ankamen waren wir beide fix und fertig aber zum Glück noch am Leben. Ich habe mir geschworen, dass ich nie mehr so eine "Touri-Deppen-Aktion" liefern werde, auch ohne Chucks!

Deswegen blieben wir am nächsten Tag, beim Besuch des "Derwent Water" auch schön brav auf den Wegen. Im Wald gabs noch massig Bärlauch, den ich gleich klaute und am Abend in eine spanische Tortilla einbaute.

Bei der Rückfahrt machten wir in Morecambe, an der Westküste, Halt. Das ist ein kleines Nest direkt am Meer. Sehr heruntergekommen, aber auch sehr englisch. Hatte irgendwie Charme.


Nachdem wir wieder zurück in Manchester waren habe ich meine Arbeiten für die Uni fertig gemacht und gestern alles abgegeben. Das heisst ich bin jetzt unimäßig hier fertig und kann die restliche Zeit hier Urlaub machen. Nicht dass es bisher so stressig war, aber trotzdem…

Anbei noch ein Fotoalbum zum Lake District. Wie immer: Anklicken!

Cheers loves,

Malaika


Lake District

Freitag, 23. Mai 2008

Men United



Hier ein kleiner Vorgeschmack darauf wie das aussieht, wenn irgendso ein kleiner Fußballverein die Champions League gewinnt:



Nie wurde männliche Homoerotik maskuliner zur Schau gestellt! Ausführlicheres folgt in Bälde.



Cheers Leute,
Sara van der Sar (HA!)

Donnerstag, 22. Mai 2008

Eine Stadt im Freudentaumel

Auf meinem Arm steht in großen schwarzen Lettern "Champions 2008"! Gefragt wurde ich nicht, ob ich das haben will. Aber es ist schon ok... Ja, ich habe mich gefreut, dass ManU das CL-Finale gewonnen hat. Und ja, ich habe mit Ballack gelitten. Wer es nun am Ende mehr verdient hätte, ist schwer zu sagen. Nach der 1. Halbzeit hätte ich gesagt Manchester, nach der 2. Halbzeit wohl eher Chelsea, nach der Verlängerung immer noch Chelsea (die Chancen waren einfach klarer) und Elfmeterschießen mag ich nicht, weil es meiner Meinung nach nichts über den Spielverlauf aussagt und immer eine gehörige Portion Glück dazu gehört oder wie im Falle Chelsea diesmal wohl eher Pech. Trotzdem bin ich überglücklich, dass ManU am Ende gewonnen hat, einfach aufgrund der Stimmung. Dass ich das hier in dieser Stadt erleben durfte, war die Draufgabe, echt! Vom Spiel selbst bzw. vom dazugehörigen Ton hat man wenig mitbekommen, da wir in einer Ecke gelandet sind, wo die mancunischen Sängerknaben an diesem Abend einen Auftritt hatten, der 2 Stunden vor Spielbeginn startete und nachher nicht mehr aufhörte:-) Dazu gibts weitere fantastische Videos von Mali und Sarah! Auf jeden Fall wars ein Spitzenspiel mit unglaublicher Spannung, das an ein WM-Finale erinnert hat... Soweit meine "nüchterne" Sicht der Dinge am Tag danach, damit geh ich jetzt weiter meinen Kater und die scharzen Lettern auf meinem Arm pflegen. Ich würde euch ja gerne noch eine Gesanges-Kostprobe geben von englischen Fußball-Liedern, leider habe ich nicht wirklich viel verstanden:-) Deshalb ein Hoch auf ManU und cheers Love, eure Nina.

Montag, 19. Mai 2008

Wandern im 21. Jahrhundert - oder: Google Earth lügt!


Google Earth ist ein faszinierendes Spielzeug. Jeremy hat es gerade erst für sich entdeckt und ist nun besessen davon geheimnisvoll aussehende Orte damit ausfindig zu machen um sie im Anschluss live und vor Ort zu erkunden. Auf diese Weise hat er auch diesen sehr interessant aussehenden Platz entdeckt.


Nachdem er eine Landkarte benutzt hatte, um heraus zu finden worum es sich es denn da genau handelt und diese behauptete, dass sich an genau dieser Stelle ein Wald befindet machte ihn das stutzig. Wahrscheinlich vermutete er hinter der Sache eine Vertuschungs- oder Verschwörungsaktion der Regierung und dass es sich dabei um einen UFO Landeplatz oder ein geheimes Atombombenlager oder ähnliches handelt.
Er war sehr aufgeregt und voller Abenteuerdrang, also stimmte ich zu ihn dorthin zu begleiten. Als erstes fanden wir eine Flüssigsondermülldeponie. Ich war ja der Meinung, dass das der Grund ist, wieso stattdessen auf der Karte ein Wald eingezeichnet ist - sieht doch einfach gleich besser aus! Er wollte das aber nicht glauben, sondern weiter nach dem Ding suchen und so stolperten wir weiter durch die Landschaft.
Wir spazierten entlang einer ausrangierten Strassenbahnstrecke am Gefängnis vorbei und überlegten kurz, ob wir durch ein ziemlich grosses Loch im Zaun um das Gefängnisgelände einsteigen sollten, entschieden uns dann aber doch dagegen, obwohl englische Gefängniswachen angeblich keine Schusswaffen tragen dürfen und es deswegen nicht soo gefährlich gewesen wäre einfach auf den Gefängnishof zu laufen.
Der Weg war eine Sackgasse, also liefen wir zurück und einmal um die Deponie herum. Und siehe da: hier befand sich eine Restmülldeponie. Eigenartig war, dass rundum die Anlage Flutlichter aufgebaut waren. Vielleicht also doch alles nur Tarnung?
Dann stiegen wir auf 3 verschiedene Hügel, um zu sehen, ob sich Jeremy's Objekt der Begierde vielleicht dahinter befindet. Das war eine blöde Idee, denn bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir gedacht, dass wir uns mitten in der Wildnis befinden (so sah es dort nämlich aus). Doch hinter dem ersten Hügel befand sich eine Chemiefabrik, hinter dem zweiten eine Siedlung und hinter dem dritten - und das depremierte Jeremy dann am meisten - ein McDonalds! An dieser Stelle wollte er dann aufgeben. Auf dem Weg zurück zum Auto tat sich dann im Wald eine Lichtung auf, auf der sich eine Art Steinkreis befand. Als wir näher kamen mussten wir allerdings feststellen, dass sich dort ein Haufen Teenager mit Bierdosen und illegalen Substanzen vergnügte.
Zum Schluss erklommen wir noch einen letzten Hügel auf dem ein paar ziemlich stylische Häuser in einem netten Park errichtet worden waren. Nachdem wir noch einmal Google Earth konsultierten war alles plötzlich sonnenklar. Wir konnten sowohl das Gefängnis als auch die Chemiefabrik, die Müllhalden und sogar den McDonalds ausmachen und dieses geheimnisvolle Loch, das Google Earth da anzeigte, musste sich demnach genau unter uns befinden. Nach einer 4-Stunden-Wanderung mussten wir also folgendes erkennen: das Loch war nichts anderes, als die Baustelle, die wohl vor Jahren - und vor diesen Häusern - an diesem Ort gewesen war. Wie langweilig! Was für eine Enttäuschung! Und wie hoffnungslos veraltet sind die Bilder auf Google Earth?!

Cheers loves,

Mali

Isle Of Man


Tja, was soll ich noch hinzufügen? Vielleicht ein paar unwichtge kleine Details? Der Kurzurlaub mit Nina auf der IOM war sehr cool! Eigentlich kam er nur wegen dem Julian zustande. Der hatte uns im Februar mal gefragt, ob wir Lust hätten mit ihm dorthin zu fliegen, weil das angeblich saubillig wäre (um die 15 Pfund) und zudem äußerst wunderschön. Nina und ich haben damals fast gleichzeitig die gleich grossen Augen gemacht und gefragt: "Fliegen?! Hm… also naja…" Wir haben ihm daraufhin unsere Flugangst geschildert, worauf er ganz trocken sagte: "Ach so. Na dann muss ich mit Euch wohl da nicht hin." Schlussendlich ist er dann gar nicht mitgeflogen, weil er nämlich im Gegensatz zu uns ziemlichen Stress an der Uni hat.

Nina und ich haben vor dem Hinflug extrem lässig getan und uns nicht mal irgendwelche Betäubungsdrogen eingebaut. Ich hab meine zudem lässigerweise gar nicht eingepackt, was beinahe an Größenwahn grenzt, aber ich dachte halt, dass mein Hangover-Zustand vom Pubquiz am Vorabend als Betäubung völlig ausreichen würde. Leider hatte ich nicht damit gerechnet, dass wir diesmal in einer kleinen, runggeligen Propellermaschine fliegen würde und als wir die dann sahen, da wurde uns erst mal richtig richtig schlecht. Da die Fluggesellschaft anscheinend nicht über unsere Panik informiert war, wurde uns der Sitz am Notausgang zugewiesen und die Stewardess erteilte uns Instruktionen, wie wir diese Tür im Falle einer Notlandung zu Wasser zu entfernen hätten und teilte uns außerdem mit ernstem Gesichtsausdruck mit, dass wir dafür - und für die restlichen 30 Passagiere und deren Überleben im Notfall - leider die Verantwortung zu tragen hätten. Welch Ironie des Schicksals! Hahaha!

Schön war auch, dass der chinesische Hotelchef uns ein grösseres Zimmer gab, obwohl wir ja nur den Billigstpreis bezahlen konnten. Und obwohl ich ihn ja bei der Buchung angelogen hatte: ich wollte ihm nicht die Nummer meiner Kreditkarte geben und hab deshalb gesagt, dass ich keine habe. Meine Zimmer hab ich aber dann mir der Karte bezahlt, was ihn ziemlich verwirrt haben dürfte. Dafür entschuldigte er sich dann höflich dafür, dass bei dem Preis und dem grossen Zimmer dann leider kein Frühstück mehr drin sei. Na ja, es sei ihm grosszügigst verziehen.

Nina erkundigte sich bei der Chefin, ob denn Rauchen auf dem Zimmer erlaubt sei, worauf diese meinte: "Hm… you're not supposed to." und lachte. Also stellten wir uns aufs Fensterbrett und rauchten zum Fenster raus, welches sich ziemlich hoch oben befand. Zum krönenden Abschluss warf ich meinen Tschickstummel auf ein Gasrohr und Nina den ihren auf das gegenüberliegende Fensterbrett.

Mehr fällt mir jetzt grad nicht mehr ein. Damit ihr seht wie schön wir es hatten, hier noch ein extra Fotoalbum. Zum Anschauen einfach wieder anklicken.

Cheers loves,

Mali

Isle Of Man

Samstag, 17. Mai 2008

HIT THE ROAD

Hallo liebste Blogleser (wenn es denn noch welche gibt☺),
ich war die letzte Woche unterwegs und davon werde ich heute ein wenig erzählen. Zunächst bin ich letzten Samstag in einen Flieger nach Dublin gestiegen. Dort wohnt eine alte Freundin von mir und ich dachte mir, wenn ich schon so nah an ihr dran bin, schau ich doch mal dort vorbei. Sie hat mich herzlichst empfangen, mir fränkische Brotzeit gemacht (weil sie nämlich zuvor zu Hause war und leckere Sachen mit nach Irland gebracht hat), mir Dublin am Abend und bei Nacht gezeigt (ja, auch die schicken Jungs), dann sind wir ans Meer gefahren und natürlich gabs auch Sightseeing, also ein bisschen nur, aber hat gereicht... Kostenlos obendrauf gabs für mich nen Sonnenbrand im vorderen Bereich, der sich gewaschen hat – ich saß wohl an einer strategisch ungünstigen Stelle mitten in der Sonne und das eine ganze Stunde lang, ts ts ts – da hätt ich ja schon mal an Sonnencreme denken können in Irland! Nachdem ich dann auf jeden Fall wieder heimgeflogen bin nach Manchester, gings gleich am nächsten Morgen mit der Mali auf die „Isle of man“ – what a dream! Also erstmal wars gar kein Traum, da man uns mit einer Propellermaschine dorthin bugsiert hat, hätten die auch mal vorher sagen können, dann hätt ich nämlich Oropax eingepackt, um ja kein Geräusch zu hören. So hab ich die Propeller sowohl gehört als auch gesehn – wie geil für Jemanden, der gestern noch Flugangst hatte☺ Unerwarteterweise sind wir lebend dort angekommen und haben die nächsten drei Tage dann in vollen Zügen genossen. Also die Insel ist wirklich ein Traum. Die Männer, die wir dort aufgrund des Namens der Insel erwartet hatten, also ich zumindest, gabs zwar nicht gerade in Hülle und Fülle, aber egal. Dafür haben wir echte Seehunde gesehn, die im Meer geplanscht haben. Das war echt der Wahnsinn! Eigentlich wollten wir ja auch eine Bootsfahrt auf dem Meer machen, aber das Boot fährt erst ab Mitte Mai, haben wir erfahren. Hallo! Es war der 14. Mai, das nenn ich dann schon mal annähernd Mitte! Naja, wir sind dann mit dem Bus über die Insel gezockelt, was auch ein Erlebnis für sich war, vor allem, weil man auch das Landesinnere gesehen hat. Echt voll schön. Also irgendwie ein Mischung aus mediterran und trotzdem englisch. Das Wetter war auch der Hammer, natürlich hats am Meer immer stark gewindet, also haben wir brav die Jacken angelassen, aber wenn man sich am Strand in den Windschatten gelegt hat, wars heiß wie im Sommer, wodurch ich mich gleich sauber restverbrannt hab und dann verzweifelt nach Aftersun-Lotion im Mini-Handgepäck-Format gesucht hab... Summary: es war super, 4 Flüge in 6 Tagen, ich glaub, das mit der Flugangst hat sich dann auch mal endlich erledigt, juhu! Ich würde es wieder tun! Jetzt bleiben mir noch 11 Tage im leider wieder kalten und vernieselten Manchester, wovon ich aber glaub noch mal 2 oder 3 Tage in den Lake District abdüse. Dieses Heim wird schließlich immer mehr zur Hölle und so ein paar Tage wandern wäre schon auch noch schön. In diesem Sinne ein schönes Rest-WE, wo auch immer ihr euch grad rumtreibt!
Tschüssi, Nina.

P.S.: Heute war zum 1. Mal Abschied angesagt, meine fast einzigen Freunde hier im Heim, Luke & Allie haben die Student Hall verlassen – heul! Ne, hab ausnahmsweise mal net geheult – tapfer, ne!!!

P.P.S.: Das war mein Teil über die Isle of man, die Mali schreibt auch noch was, mal schaun, wie die euphorisch-textlich wieder loslegt☺ Da kann ich wahrscheinlich einpacken mit meinem schriftstellerischem Können...

Freitag, 9. Mai 2008

Manchester Summer Feeling


So. Endlich ist hier auch mal der Sommer ausgebrochen. Wurde ja auch mal Zeit, ne. Alle freuen sich wie verrückt, reissen sich die warmen Kleider vom Leib und besetzen sämtliche Grün- (und Braun-) flächen und werfen sich in die reissenden Fluten des Brunnens am Piccadilly Gardens. Hier deswegen ein paar Fotos vom schönen sommerlichen mancunischen Wahnsinn. (Zum Anschauen wie immer Anklicken!) Cheers loves, Malaika
Manchester Summer Feeling

Donnerstag, 8. Mai 2008

Hoi mitanand...

...hier bin ich (Nina) mal wieder. Und jetzt kommt eine lange Geschichte, weil ich ausnahmsweise nix zu tun hab und weil ich müde bin. Müde bin ich, weil ich erstens hier zu viel weggehe und zu viel trinke, aber auch weil ich nachts hier im Wohnheim neben Technomusik auch zunehmend illegale Substanzen genießen darf. Das liegt daran, dass weder die Wände, die Fenster noch die Türen dicht sind (und somit immer alles rüberzieht in meine Kammer) und es liegt daran, dass meine 20-jährigen Mitbewohner sich in der Endspurt-Phase dieses Semesters befinden und deshalb durchdrehn und das Zeug scheinbar stündlich .... Egal, also ich war ein bisschen unterwegs die letzten Tage - reise- aber auch partytechnisch. Freitag war Liverpool angesagt. Schöne Stadt, sauber, mit Wasser und Booten, das Wetter war auch richtig sonnig und warm, warum können wir eigentlich nicht dort Auslandssemester machen? Samstag war ich wie immer im Pub zu finden. ManU hat irgendso ne Schwachmaten-Truppe mit 4:1 hergehaut. So solls sein, wenn ich schon mal Erfolgsfan bin:-) Leider wurde ich angebaggert von zwei so Typen, die nicht wollen, dass alleinstehende Frauen alleine Fußball schaun und dann tatsächlich auch noch wirklich alleine sein wollen. Ich habe jegliche Angrabung unterbunden, ich wollte weder gleich, nachher, am Abend, die nächsten Wochen und überhaupt mit ihnen weggehen. Gebracht hat meine Ansage schlicht gar nix, also musste eine kleine Notlüge her: "Ich bin jetzt offiziell in Österreich verheiratet!" Das hat gewirkt, danach haben die Beiden mich nicht mal mehr mit dem Arsch angeschaut - toll! Gut, weiter im Text, danach hab ich mit der Schlari die Sonne genossen und wir haben uns seelisch auf den Abend vorbereitet, an dem wir lediglich ein Bierchen zusammen trinken wollten. Als wir dann mit der ganzen Gruppe (sehr international: Österreicher, Deutsche, Engländer, Norweger...) losgezogen sind, hat sich das Ganze binnen Sekunden in ein kollektives Besäufnis verwandelt, das je nach Individuum gegen 4, 5 oder auch 6 Uhr morgens endete. Schuld bin ich, weil ich wollte noch einen "SHOT"! Sonntag haben wir uns um 3 getroffen, um auf ein Festival zu gehn, also das war so Kneipenfestival-mäßig. Mit Bändchen und so. Da durfte man dann in allerhand Kneipen oder besser Pubs und dort stündlich eine andere Band genießen - coole Sachen warn da dabei. Von Rock, Punk, Elektro bis hin zu eher smoothen Klängen hatten sie alles im Repetoire (sorry, für den letzten Satz gibts 5 Euro ins Phrasenschwein). Auf jeden Fall haben die Bier, die wir dort wieder wie Wasser geleert haben, nicht mehr gewirkt, war nach dem Vorabend kein Wunder! Aber es war super, super, super...


Montag hab ich mich mit der Schlari mal kurz für die Schule hingesetzt - sehr kurz:-) Danach gings zum Grillen zum Julian, diesmal bei angenehmeren Temperaturen. Ach ja, warum wir an einem Montag so chillig unterwegs sind??? Weil die Engländer ja nicht doofe sind und beschlossen haben, alle ihre Feiertage auf den Montag nach dem kommenden Wochenende zu legen. Es war also 1. Mai an diesem Tag bei uns. Jetzt ist noch ein bisschen Arbeit für die Uni angesagt. Allerdings heute nicht mehr so viel, denn auch bei uns ist der Sommer eben am WE eingetroffen und das heißt, sonnenbaden, so langs so gut ist. Man weiß ja nie in England, kann ja auch gleich mal wieder regnen. Ich klopfe dreimal auf Holz und denke, das wird die nächsten Tage nicht der Fall sein!
Am Samstag geht’s nach Dublin eine Freundin besuchen und wenn ich dann nächste Woche zurück bin gleich wieder in den Flieger und mit der Mali auf die „Isle of man“ (fragt bitte nicht, ich weiß nicht, warum die so heißt, aber ich hege gewisse Hoffnungen)... Freu mich auf jeden Fall wiad Sau auf diese kleinen Reisen!

Damit Ahoi und bis zum nächsten Mal, eure Nina.

Montag, 28. April 2008

Rat attacked me as I watched TV


Den bizarrsten Zeitungsartikel des Tages möchte ich Euch nicht vorenthalten:

"A Rat bit a woman on the head as she watched TV in her housing association home, it was revealed yesterday. The giant rodent was sitting on the back of the chair when 101-year-old Ellen Wheeler felt an itch and put her hand up to scratch it. But moments later the rat sank its teeth into her scalp, drawing blood. Ms Wheeler's daughter Pamela yesterday criticised the housing association which owns the home in B. "My mother could have had a heart attack", she said. A spokesman for the landlord Sovereign Housing said it was sorry and promised a full investigation."

Sonntag, 27. April 2008

Neueste Erkenntnisse


Wenn man Oatmeal trocknen lässt dann kann man stabile und wasserdichte Häuser damit bauen.

Das Semester endet, wenn wir Lust drauf haben.

Manche Menschen schneiden Fleisch mit der Schere.

Der Ice Cream Van verkauft nicht nur Softeis in plain cones, sondern auch Crack, Heroin und Ecstasy.

Ins Casino kommt man hier nicht rein, wenn man nur einen Studentenausweis dabei hat. Der nette Mann am Eingang fragt dann höflich: "What about a driving license? Or do you have your shotgun license with you?"

Cheers loves,

Mali

Freitag, 18. April 2008

BBQ Action oder: Europäische Freaks unter sich



Der Julian hatte vor zwei Tagen die grandiose Schnapsidee statt einem normalen Abendbrot eine Grillsession zu veranstalten, ne. Zwar schien an dem Tag anfangs die Sonne, aber kalt wars trotzdem und ich fand den Einfall doch etwas verwegen. Aber der Julian hatte sich einen sehr stylischen Bucket-Grill in grün gekauft und war von seinem Vorhaben partout nicht abzubringen. Wahrscheinlich liegt das auch daran, dass der Julian ja aus dem hohen Norden kommt und da wird möglicherweise schon mal bei Minusgraden im Skianzug aufm Deich die Grillzange geschwungen. Soviel zu meiner Theorie.
Bevor ich mich dann auf den Weg zum Supermarkt gemacht habe hat es angefangen zu regnen. Dazu blies ein beissend kalter Wind. Ich hab alle pulloverähnlichen Kleidungsstücke angezogen, die ich finden konnte, hab die Lammfellsohlen wieder in meine Chucks verbaut und verliess das Haus begleitet von Daf's schallenden Gelächter über das eigenartige Verhalten von uns durchgeknallten Polen.

Doch dann war die ganze Sache doch sehr super. Nina hatte zwar keine Ahnung vom Kartoffeln-Grillen, der Haloumi klebte steinhart an der Alufolie fest und die Würstchen hatten anfangs eine gewöhnungsbedürftige Haptik ;-), aber dann schmeckten sowohl Fleisch als auch Würstchen sehr gut, das Tzatziki wurde von Nina liebevoll gepimpt und es gab sogar Salat. Smashing also.
Ach so! Zum Essen sassen wir dann doch im Wohnzimmer - schließlich hatte keiner von uns seinen Polaranzug dabei. Dazu gab's Bier und lustiges Musikvideojahreszahlenraten.
Auch der Heimweg war sehr entspannt, da der Julian ja - im Gegensatz zu mir - auf der unkriminellen Seite der Mauldeth Road wohnt.

Fazit: Grillen ist immer gut und Fleisch macht eben ganz schön was her.

Cheers loves,

Mali

Grillspaß mit Julian

Samstag, 12. April 2008

ZRUCK!

Jo, ich bin auch wieder da! Nach einem total relaxten Flug (bin überzeugt, meine Flugangst endlich überwunden zu haben; ok zugegeben, hab wieder paar Tablettchen eingeschmissen) hatte ich hier sofort das Gefühl, gar nicht weg gewesen zu sein. Der Mensch ist ein seltsam Gewohnheitstier... Die drei (!) Wochen Auszeit daheim warn großartig. Will mich jetzt hier nicht in Erinnerungen verlieren, aber von Skifahren über Wandern (natürlich), etlichen Bier-Räuschen (wie sollts auch anders sein in Franken) bis hin zu einer kleinen Zahnoperation und so weiter war alles dabei. Nur ein Erlebnis soll kurz herausgestellt sein: ich habe meine alleinige Lieblingsband endlich live gesehen. „Tiger Army (Psychobilly-Band aus den Staaten) never dies“ kann ich nur sagen! Es war der absolute Wahnsinn. Einige Schlägereien und Verletzte haben das Ganze versüßt☺ Ne, Scherz! Steh ja weniger so auf Gewalt. Aber nachdem die Band sich mit vollster Absicht eine Stunde Zeit gelassen hat, um endlich auf die Bühne zu kommen, war das Publikum natürlich demenstprechend aufgeheizt. Dank extrem großem Gewaltpotential gings dann ziemlich ab, was mich innerhalb der ersten Viertelstunde schon auf einen der hinteren Plätze befördert hat (freiwillig). Musikalisch mit das Beste, was mein geheimes Rockabilly-Herz je erlebt hat, hat mich das Drumherum an diesem Tag aber doch ziemlich mitgenommen. Also Pogo is was anderes, ne? DAS war dann doch eher ne Massenschlägerei, aber wie gesagt, man muss ja nicht immer ganz vorne dabei sein, dann kann man so was tatsächlich auch lebend überstehen... Ich kann also Jedem, der sich dem Rock´n Roll auch nur ein bisschen verpflichtet fühlt und gerne mal ein bisschen schneller mit den Füßen wippt, „Tiger Army“ ans Herz legen☺
So, nun geht’s hier auf der Insel weiter. Gestern hab ich erfahren, dass wir in 5 Wochen alles abgeben müssen, ich weiß leider nicht mal genau, was, aber das werde ich dann nächste Woche mal eruieren... Für meinen Teil habe ich mir vorgenommen, jetzt noch mal 3 bis 4 Wochen schultechnisch voll reinzuhaun und dann ist (zumindest jedes Wochenende) reisen angesagt. Es warten schließlich noch mindestens Schottland, die Küste, der Lake District und auch die „Isle of men“ (hm, ich bin gespannt) auf ihre Erkundung!
Gestern warn wir hier in Manchester auf einem Konzert mit 4 Newcomer-Bands, die warn echt super, vor allem superlaut. Ne, war echt gut. Das Ganze für 4 Pfund und im Anschluss noch mit DJ, der sich zwar im Stil nicht ganz sicher war, tanzbar war allerdings fast alles... Also geiler Einstieg hier wieder! Damit bin ich für heute raus – Neues gibt’s demnächst, wenn’s Neues gibt... Hier noch ein Foto von mir und meiner Kleenen – danke Veri (bitte englisch aussprechen) für die schöne Zeit!

Kuss, eure Nina.

Freitag, 11. April 2008

Katzenjammer



Vor den Ferien hat mir meine Mitbewohnerin Abby ganz aufgeregt davon erzählt, dass ihr Nachbar von zu Hause aus irgendeinem Grund seine Katze weggeben muss und sie gefragt hat, ob sie sie nicht vielleicht nehmen könnte. Ob ich was dagegen hätte hat sie gefragt. Nein, passt schon, hab ich gesagt. Was soll man auch sonst sagen? Zwar hab ich mir gedacht, dass Katzenkot und Salmiakgeruch das letzte ist, was in diesem Haus fehlt, aber das ist ja eigentlich auch schon wurscht. Zumindest hat sich Abby von Jem einreden lassen, dass das Leben der Katze in diesem Haus in Gefahr ist, solange es nicht geputzt ist, da die Katze ja irgendwelche verrottete Essensreste und dergleichen fressen könnte. Und deswegen war das Haus jetzt, als ich aus den Ferien zurückgekommen bin, ungewohnt sauber und gemütlich. Sogar das Stiegenhaus ist gesaugt worden, der Müll unter der Treppe entsorgt, der Teppich im Wohnzimmer ausgebreitet, der Christbaum versorgt. Im Wohnzimmer haben sie eine ganze Katzenecke hergerichtet, mit Körbchen, Kuscheldecke, Fressnapf und Spielsachen. Und überall steht Katzenfutter rum, so um die 12 verschiedene Sorten. Nur: die Katze ist nicht da.
Als ich am Montag Abend hier angekommen bin und erst mal geräuschvoll den Koffer im Zimmer verstaut habe, standen plötzlich mit angstvollen Gesichtern zwei meiner Mitbewohner vor meiner Zimmertür, die geglaubt hatten ich sei ein Einbrecher. Nachdem sie sich von dem Schreck erholt und erkannt hatten, dass ich es wirklich bin und niemand das Haus ausrauben will, erzählten sie mir die tragische Geschichte von der Katze B.:

Nach 2 Tagen, in denen es der Katze an nichts gefehlt hat, weil alle ganz vernarrt in sie waren, durfte sie am Abend raus in den Garten. Der Garten ist auf drei Seiten von einer hohen Backsteinmauer umgeben. An der vierten Seite ist ein Tor und unter dem Tor ist ein Spalt. Und durch diesen Spalt ist die Katze abgehauen. Fünf Leute sind der Katze hinterher gelaufen, was wahrscheinlich nur dazu beigetragen hat, dass sie noch schneller geflohen ist.
Die Katze ist über den Zaun einer Mädchenschule geklettert und dort über den Rasen gerannt. Meine Mitbewohner sind nach kurzem Überlegen ebenfalls über den Zaun gesprungen und haben die Katze auf dem Gelände gesucht. So lange, bis plötzlich ein Security-Typ durch ein Megaphon geschrien hat, dass sie sofort das Gelände verlassen sollen, sonst würde er die Polizei rufen. Oh Mann, hätt ich denen gleich sagen können, dass das against the law ist…
Jem hat gesagt, sie könne gar nicht verstehen, wie der Mann auf die Idee kommen konnte sie wären Einbrecher. Immerhin waren sie mit nichts anderem als einem Katzenkorb, einer Kuscheldecke, Katzenfuttersäckchen und Gummimäusen bewaffnet. Jedenfalls mussten sie die Katze zurücklassen und die ward seither nicht mehr gesehen.
Es folgten drei nächtliche Suchaktionen bis 4 Uhr morgens und das ganze Viertel ist zugepflastert mit Plakaten und Flyern mit dem Foto der vermissten Katze. Alle sind sehr traurig und niedergeschlagen deswegen. Und ich hab die Katze niemals kennen gelernt.

Die Schlari meinte aber, dass es ja kein Wunder sei, dass die Katze abgehauen sei. Schließlich stehen im Wohnzimmer drei gut sichtbare Packungen eines Katzenfutters der Marke "GO CAT". Da kann sich die Katze ja nicht willkommen fühlen…

Ansonsten wollte ich noch erwähnen dass es schön ist wieder hier zu sein. Heute Abend sind dann endlich alle 3 Polinnen wieder vereint und wir werden uns in einer kleinen Kneipe 4 Bands für 4 Pfund ansehen gehen.

Ach ja, apropo polish: Wir haben unsere Arbeit über Film zurück bekommen. Der Dozent hat gesagt, dass unsere drei Arbeiten die besten waren - outstanding sogar. Tja, da können sich die lässigen Engländer bei den doofen Polen doch noch was abschauen, ne? ;-)

Cheers loves,

Mali

Dienstag, 18. März 2008

Home sweet home


Seit Samstag befinden sich alle drei Schooligans also auf osterferienbedingter Stippvisite auf dem Kontinent. Während Nina schon im Flugzeug beim Anblick brauner Felder und Wälder in lautstarkes Begeisterungsgebrüll ausgebrochen ist, sind die Schlari und ich etwas skeptisch hier angekommen. Und ich muss sagen: es ist noch nicht Zeit heimzukehren. Der Kulturschock ist grad noch ein bisschen überwältigend.

Festgestellt haben wir folgendes:

Der Dornbirner Marktplatz ist am Samstag um 22 Uhr so tot, dass man nichts als das romantische Plätschern des Brunnens hört.

Hier ist weniger Frühling als in England und der Regen ist hier nicht nur nasser, sondern verwandelt sich zudem gern in Schnee.

Leberkässemmel sind unersetzlich. Auch ohne Gürkle und wenn der Senf "uus" ist.

Das Bockbier ist im Angebot.

Der Strahl von meiner Dusche ist hier so kraftvoll (im Gegensatz zu dem in der Wellington Road), dass es einem fast die Haut abschält.

Wenn ich um 1 Uhr in Dornbirn in den Bus steige, dann bin ich um 2:30 Uhr zu Hause im nur 10 km entfernten Hard. What the f…?!

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Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang noch eine Unterhaltung zwischen zwei Jungs (ungefähr 2o Jahre alt), die wir am Bahnhof belauschen konnten:

Der Eine: Die Kerstin ist jetzt im Urlaub in Spanien.

Der Andere: Echt, oder? Alleine?

Der Eine: Nein, mit der Birgit.

Der Andere: Also ich würde nie in so ein grosses Land gehn.


Ich freu mich auf dirty old Manchester.


Die heissen Partyschnecken Sabine, Sarah und Anna in Dornbirn.


Cheers loves, Malaika

Sonntag, 9. März 2008

Fink und Stateless im Night&Day Café


Fast hätte ich es verpasst. Und fast wär ich gestern Abend stattdessen in ein Künstlercafé gegangen. Aber zum Glück ist es mir dann noch rechtzeitig eingefallen. Und da ich im Internet keine Karten mehr bestellen konnte, weil ich schon zu spät dran war, musste ich gestern mal ausnahmsweiser die Berge von Hausaufgabe ignorieren und ins Night & Day Café fahren, um mir dort noch Karten für den Gig zu organisieren. Und: ich hab die letzen Karten gekriegt. So ein Glück! Da war ich dann so erleichtert, dass ich sofort vor Ort ein braunes Wasser (Kaffee) runtergeschränzt habe. Ach, das Night & Day Café ist ein putziger Runggelladen nach meinem Geschmack!

Leider haben wir dann den Anfang vom Stateless Auftritt verpasst. Und das war echt schade. Ich war ja sehr gespannt auf die, denn es war ein Akustikkonzert und ich konnte mir gar nicht vorstellen, wie das klingen würde. Zum Glück kamen wir immerhin rechtzeitig um "Bloodstream" zu hören und das war dann so schön, dass ich mir wieder einmal eine Träne nicht verdrücken konnte. Vor allem der mehrstimmige Gesang verursachte eine ordentliche Gänsehaut.
Nach Stateless kamen wir zum Glück auf die glorreiche Idee uns links neben die Bühne zu stellen, von wo aus man eine perfekte Sicht auf Fink hatte. Also wieder mal ganz vorne mit dabei gewesen.
Fink hatte einen Bassisten und einen Schlagzeuger mit dabei und ich war hin und weg als die dann zu spielen anfingen. Manchmal stand ich einfach nur mit offenem Mund da, staunte und kam mir dabei vor wie eine Antenne (versteht das jemand?). Der Bassist spielte teilweise so schnell, dass man seine Finger nicht mehr sehen konnte. Und die Stimme vom Fink ist einfach mal sagenhaft. Schön war das!

Nach dem Konzert tauchte der Fink dann in der Damentoilette auf und unterhielt seine weiblichen Fans. Haha! Engländer…

Liebe Grüße,

Mali


Neueste Erkenntnisse


Aspirin kauft man am Freitag Morgen praktischerweise gleich an der Kasse in der Mensa.

In ganz Hamburg pinkelt kein Mann im Stehen.

In der richtigen Stadt wird jede Frau zur Schuhverehrerin. (Sogar die Schlari und ich.)

Ingrid Bergman shaves topless in front of the mirror.

Frühli ist ein Bier mit Erdbeeren drin.

Engländer sind komischerweise überraschend zart besaitet und man würde kaum glauben was für Sachen die teilweise komisch aufnehmen, wo sie doch andererseits immer so brutal sind und dauernd ihre Freunde "Filthy Bitch" und "Bloody Cunt" nennen.


Cheers loves,

Mali