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Samstag, 23. Februar 2008

A Lesson In Letterpress


Damit Ihr auch mal was lernt. Wie immer anklicken zum Vergrössern. Liebe Grüße, Mali

Montag, 28. Januar 2008

Was wir hier eigentlich machen...


...naja, die Manchester Metropolitan University besuchen. Und um jetzt eben mal was vernünftiges zu schreiben, folgt ein Beitrag über das, was wir in dieser Uni so tun, nich, dass noch Jemand drauf kommt, wir wärn hier nur zum Spaß. Nun gut, wenn man es genau nimmt, ist es schon ziemlich relaxed, im Vergleich zur FH zu Hause zumindest. Da wir ja zwei Terms (Trimester) á ca. 10 Wochen hier absolvieren, machen wir verschiedene Projekte. Das, an dem wir im Moment arbeiten, wurde vorher noch nie an der MMU gemacht. Es ist ein fächerübergreifendes Projekt, das heißt in jeder Gruppe (ca. 12 Leute) sind jeweils zwei aus einem Fachbereich (3D, Textil, Illustration, Fashion usw.) zusammengewürfelt. Die 3D-Leute haben wir leider noch nie gesehn, die hams wohl verpeilt – auch cool! Das Thema lautet „Food“ und jeder Gruppe wurde nun ein bestimmter Stadtteil von Manchester zugeteilt, in dem recherchiert wird und so. Wir haben einen Stadtteil erwischt, der ziemlich weit außerhalb liegt und auf mich wirkt wie eine andere Welt. Als wir nach „Stockport“ kamen, hatte ich das Gefühl, das sei ein kleines, süßes Hafenstädtchen. Naja, ist es nicht, aber schön ist es trotzdem. Auf jeden Fall haben wir dort zusammen den Markt erkundet, es gab echt coole Sachen wie zum Beispiel riesen-große Geburtstagstorten, wo einer aus Marzipan drauf liegt und kotzt☺ Is doch mal was, oder? Ich persönlich hab ja gleich beschlossen, eine kleine Video-Doku über das Ganze zu machen, weil ich 1. nicht wirklich der Print-Chef bin, mir 2. die Ideen für ein Magazin oder sonst was gefehlt hätten und ich 3. diesen Slang hier immer noch sehr schwer verstehe und deshalb recht selten mit meinen Schulkollegen kommuniziere. Ha ha, ihr müsstet echt mal die Hofer, die sonst nicht einmal die Klappen halten kann, hier erleben. Ich fühl mich total wie beschnitten, ich kann einfach nix mit denen reden, weil ich sie ja eben nicht verstehe. Außer, wenn ich betrunken bin, dann spreche ich quasi fließend englisch, aber das ist mir bei anderen Sprachen auch schon aufgefallen. Ich glaub, ich sprech einfach besoffen alle Sprachen dieser Welt - praktisch, oder? Ok, um auf die Schule zurückzukommen: morgen fahren wir wieder auf diesen Markt nach Stockport und dann machen wir Interviews etc., denn bisher hab ich nur das Intro geschnitten. Also die Schul-Girlies fandens geil, aber die findens auch schon ziemlich geil, wenn nur einer mit ner Video-Kamera um sie rum ist. Dazu muss ich allerdings erwähnen, dass ich die „größte“ Kamera (das ist die Panasonic, die wir an der FH haben) der Schule nicht ausleihen durfte. Es war schon ein Zugeständnis, mir fremdem Wesen, überhaupt eine der großen Kameras (etwas kleiner als die Panasonics in Vol.) in die Hand zu drücken. Hab ne Ausnahme-Genehmigung, weil wir eben an der FH schon Video hatten. In unserem Studiengang hier machen die normalerweise nix mit Video, dafür gibt’s nen eigenen, also Studiengang. Ach, ich schweife furchtbar ab. Also auf jeden Fall müssen wir als nächstes Projekt dann eine Kampagne für oder gegen was Gutes bzw. Schlechtes gestalten. Das Beste daran ist, dass die Teacher ungefähr 10 Mal erwähnt haben, dass das also nicht aus Marketing-technischer Sicht umgesetzt werden muss – Danke☺ Das heißt, ich glaube, ich mache wieder ein Video oder wir! Sehr praktisch, oder und so abwechslungsreich... Weiterhin habe ich bis jetzt registriert, dass wir ein Essay schreiben müssen über Schnitt und Licht und Komposition und und und – das kann wieder was werden, mal schaun, welcher meiner drogenabhängigen Heim-Mitbewohner bereit ist, das für nen Zehner zu machen?!? Oder ich schreibs einfach im Suff, haha, brillante Idee! So, mehr weiß ich leider noch nicht. Ach doch, eins fällt mir noch ein und das ist echt interessant, wir konnten hier schon einen Kurs in Screenprinting belegen und einen in Letterpress (also Buchdruck, wa!). Das war echt beides sehr interessant und ich hoffe, dass ich damit noch was machen kann während der Zeit hier – die fliegt nämlich nur so dahin. Aber für so ne Abschlussdoku mit allem drum und dran, was man erlebt hat, könnt ich mir diese Techniken gut vorstellen. So denn meine Lieben, ich zieh mir jetzt meine englische Lieblings-Fernseh-Serie („Shameless“, spielt in Manchester, so in den „Slums“) rein – das ist echt super lustig und total empfehlenswert, wenn man wie ich den Slang endlich verstehen will...
Also, in diesem Sinne - Cheers Bunnies, eure Großstadt-Nina.

Mittwoch, 9. Januar 2008

Manchester Metropolitan University


Soviel wir bisher mitgekriegt haben, scheint unsere Uni richtig super zu sein. Wir sind sehr lieb begrüßt worden und haben eine Führung bekommen. Dabei sind wir wieder wie die Lemminge der netten Leonore nachgerannt und haben uns auch hier wie die Landeier angestellt.
Das Gebäude für Arts & Design ist nicht mehr das neuste, dafür umso heimeliger. Und es riecht voll gut da drin. Das ist wohl eine Mischung aus Siebdruckfarbe, Papier, Ton, Holz, Glas und Photochemie. Die Sara meinte ja es riecht nach Marzipan.
Jedenfalls sieht man gleich, dass es hier sehr praxisnah zugeht. So auch unsere Projekte, die wir dann zu machen haben. So wie wir es verstanden haben wird ein Thema vorgegeben und jeder kann dann machen, was er will. Zur Verfügung steht eine Siebdruckwerkstatt, eine Buchdruckwerkstatt, ein Photostudio und Labor, Videokameras und 1000 verschiedene Drucker mit dazugehörigem Paper-Shop, wo man wohl jedes Papier kaufen kann, das es auf dieser Erde gibt. Für mich ist das ja das absolute Paradies. Außerdem kann man auch Zeichnen oder Collagen machen oder whatever.
Wir haben gestern und heute schon einige Arbeiten der Studenten gesehen und waren schwer beeindruckt davon. Die haben wirklich was drauf und ich glaube, dass die sich dadurch, dass ihnen ja keine Grenzen gesetzt werden, richtig entfalten können.

Im Stockwerk unter uns sind die Werkstätten der Leute, die 3D-Design studieren. Dort arbeiten sie mit Ton, Holz und Karton. So ein Bastelstudium würde mir persönlich ja auch sehr gut gefallen!

Wir sind jetzt zwar ein wenig eingeschüchtert, freuen uns aber trotzdem schon auf das, was da auf uns zukommt. Am Montag haben wir erst mal einen Siebdruckworkshop.

Heute mussten wir uns kurz unseren Mitstudenten vorstellen und die Nina hat gleich mal ganz diplomatisch gesagt: "Hello, my name is Nina, I am 28 years old and we have no accomodation. So if anybody has got a spare room…"
Das stellte sich als sehr gute Taktik heraus, denn wir konnten dann heute Nachmittag gleich ein Zimmer in einem Haus anschauen, das zur Abwechslung mal nicht schimmlig war.

Morgen können wir noch ein zweites ansehen und ansonsten gäbs auch noch drei freie Zimmer im Studentenheim. Also ab morgen haben wir hoffentlich alle ein privates Dach über dem Kopf.

Leider hab ich anscheinend das Kabel von meiner Kamera daheim vergessen. Deswegen gibts solange keine Fotos bis ich mir hier eins gekauft habe.

See ya, Malaika