Montag, 18. Februar 2008

Frühling im Fletcher Moss Botanical Garden


Inale war zu Besuch und bevor wir ihren Aufenthalt mit einem leckeren Abschiedsessen auf der Curry Mile krönten waren wir gestern im wunderschönen Fletcher Moss Garden. Sehet und weint - bei uns ist Frühling!

Natural born coolness…


Fletcher Moss
(Anklicken um das Album anzuschauen)

Cheers mates,
Malaika

Sonntag, 17. Februar 2008

Finally...

...hier also endlich mein Zimmer, mein Klo, mein Gang und meine Küche - was ich alles mit ungefähr 1 Million anderen Studenten hier nutze. Kurz vor der Dusche war der Akku leer, deshalb bekommt ihr dieses Vergnügen leider nicht zu Gesicht:-)

Eure Nina

Donnerstag, 14. Februar 2008

Mit der Queen im Bett ists geil







...doch leider wollte sie nicht bei mir bleiben. :(



Cheers,
Pleitensara

Mittwoch, 13. Februar 2008

Sonstiges


Das auf dem Foto bin ich und ich übe da für das Babyshambles-Konzert. Eine Stunde vorher habe ich Flo & Hanna (äh, Bruder und Freundin) am Sonntag verabschiedet und war kurz etwas niedergeschlagen. Trotzdem oder gerade deshalb hab ich mich dann riesig auf Petes Auftritt gefreut! Als Mali sich vor Ort direkt in Reihe 2 begab (wie ihr ja schon in ihrem Eintrag lesen konntet), musste ich mich von ihr trennen, denn gerade die beiden netten Herren, die die Mali vorgelassen haben, haben nach hinten so schlimm gefurzt, dass meine Augen gebrannt haben und ich unter akuter Atemnot litt, weil ich einfach gar nicht mehr einatmen konnte. Im Übrigen wäre das mal einen eigenen Blogeintrag wert. Ich glaube, die Fürze von den Engländern (die übrigens dauernd und überall total schamlos rumfurzen) stinken so, weil die sich hier so grausig ernähren und quasi innerlich verfaulen - man halte sich also fern, wenn möglich. Gut, ich also schnell weg, weil ich ja vor der Vorband noch eine rauchen wollte. Ging aber nicht, weil dann wäre ich laut Türsteher nicht mehr reingekommen - also echt, als obs net reicht, die Raucher eh total zu dissen, indem man drinnen nirgends mehr rauchen darf. Da war ich dann kurzzeitig total im Arsch, weil ich ca. spätestens nach 2 Stunden eine Fluppe brauch und das war damit gegessen. Hab dann aber heimlich aufm Klo später geraucht, als ich mir genug Mut angetrunken hatte, haha! Als ich ausm Klo kam, stand da ne Security-Tante und ich hab den Knast ein weiteres Mal vor Augen gesehn, aber sie hat gar nix gesagt (hat das Gummibärchen danach also doch geholfen:-)). Nun gut, weiter im Text - die Vorbands waren ok, also für unsere Verhältnisse super - Hautpsache laut, rockig und sexy (Nein Sini, keine Isländer, dafür knackige Engländer, auch ok). So, ich hab mich dann nochmal mit einem Bier und einem Wasser bewaffnet und war grad zurück auf meinem Platz, der war so 7. Reihe ganz außen, damit ich auch gut den Notausgang im Auge behalten konnte, falls sie die Mali rausgetragen hätten (womit ich gerechnet habe). Als ich grad auf meinem Platz zurück war bei meinen neuen Kumpels, zwei Typen in Lederkluft, brach in dieser ca. 5000-Menschen-Halle die Hölle los. Hm, kurz hab ich nicht gecheckt, warum. Naja, lang hats dann nicht gedauert bis ichs gerafft habe und ich muss sagen, ja, auch ich hatte Gänsehaut und Tränen in den Augen (aber ich bin ja auch nah am Wasser gebaut rein gefühlsmäßig). Aber jetzt mal logisch überlegt - warum schreien ca. 5000 Menschen ganz laut, also richtig richtig laut, wenn ein mittelmäßiger (sorry Mali) Typ gemählich auf die Bühne schlendert, Gitarre im Huckepack und noch nicht mal Hallo gesagt hat??? Hä, kann mir das mal einer erklären? Ich würds ja verstehen, wenns Björn Einar Romoeren gewesen wäre (ein toller norwegischer Skispringer - für Alle, die sich jetzt gerade etwas schwer taten), bei dem reicht sogar mein Repetoir von spitzen Schreien über spontane Wein-Anfälle bis hin zu Stöhnen oder so!!! I love you Björn, falls du das zufällig liest!
Nun gut, letztendlich hat mich der Pete an diesem Abend aber auch begeistert, aus 2 Gründen - sie haben ganze eineinhalb Stunden durchgepowert und waren echt gut UND der Pete sah total gesund aus, war nicht ausfällig, also echt voll gut drauf und so. So, das war das - freu mich schon auf weitere Konzerte, die wir hier besuchen. Danach kamen dann zwei ruhige, "sonnige" Tage (ja, Leute, es ist momentan in ganz Europa schönes Wetter und diesmal scheint England auch zu Europa zu zählen, haha!), an denen chillen angesagt war im Park und so... Und seit heute und morgen noch den ganzen Tag haben wir einen After-Effects-Workshop, der echt geil ist. Also ICH versteh was, wenn ihr versteht, was ich meine. Jo, jetzt fällt mir nix mehr ein und ich verabschied mich, bervors langweilig wird, ne! Vielleicht geh ich jetzt auf ein Bierchen, das hab ich mir doch verdient, oder? Also, beer-greets, Nina.

Der erste Besuch



Hallo, ich bins mal wieder hier:-) Ja, ich hatte Besuch übers Wochenende, mein Bruder war mit seiner Freundin da. Es war total lustig, er und sie wurden mehrmals fast überfahren wegen dem Linksverkehr, ich für meinen Teil hab das ja mittlerweile schon fast verinnerlicht, wo ich hingucken muss! Naja und dann sind die Beiden auch noch mit ner Nobel-Luftmatratze angereist, die aber leider keinen Stöpsel hatte. Ha, die Zwei sind echt lustig, haben dann einen Stift reingestopft und hat funktioniert. So lebten wir also 4 Tage auf ca. 6 Quadratmetern, zum Glück braucht keiner von uns Luxus... Also, es war auf jeden Fall echt geil und erlebnisreich - warn einmal beim Old Trafford draußen (das ist das Manu-Stadion - auch bekannt als "Theatre of dreams", also wenn das nicht reicht, um Tränen in die Augen zu bekommen...). An dem Tag war grad Gedenken für die 1958 abgestürzte Mannschaft von Manu, den "Busby-Babes", benannt nach ihrem Trainer Busby und weil sie so jung waren. Abgestürzt sind sie übrigens in München - immer diese Deutschen... Auf jeden Fall haben wir da Fotos gemacht von den vielen Blumensträußen und Schals und so weiter, was die Leute hingelegt haben. Die muss ich allerdings nachreichen, weil die Fotos auf einer Kamera sind, die wiederum jetzt wieder in Deutschland ist. Aber ich werde es tun, genauso wie ich demnächst ein Video hochladen werde von meinem Heim hier, damit ihr mal seht, wie siffig es tatsächlich ist:-) Muss es aber noch kleiner machen, sonst explodiert das Internet nämlich. Ach ja und jetzt gibts noch ein Foto von mir, wo ich Malis Lebenstipp verwirkliche (mein Fön-Kabel reicht nämlich nicht bis zum Spiegel und wer fönt schon gerne No-Look-mäßig???) und ein zweites Foto von meinem Bruder, der total begeistert war, als er die Kamera im Mackie entdeckt hat. Damit sag ich fürs erste Tschüss, Nina.

Dienstag, 12. Februar 2008

Montag, 11. Februar 2008

Nur die Harten kommen in die 2. Reihe …


… und bleiben dann ganze 1,5 Stunden dort. Und das gilt hoch 10 wenn die Harten nur 155 cm hoch sind. In meinen Haaren befinden sich ca. zwei Liter Bier, ich bin in Schweiss von 4000 Leuten gebadet, ich habe blaue Flecken, beinahe hätte ich einen Zahn und ein Auge verloren, aber ich bin glücklich!!!


Nina und ich trennten uns gleich schon vor Beginn des Konzerts, erstens weil sie noch eine rauchen wollte, was dann aber leider nicht ganz klappte (aber diese Geschichte soll sie Euch selber erzählen) und zweitens, weil sie nicht die Absicht hatte das Spektakel von ganz vorne aus mitzuerleiden.
Am Anfang war's da vorne ja noch ganz human. Mit brillianter international communication hab ich 2 dicke, alte Männer dazu überreden können, mich vorzulassen und somit stand ich dann schon gleich in zweiter Reihe. In die erste Reihe zu kommen war deswegen unmöglich, weil die, die sich einen Platz in derselbigen ergattert hatten, sich schon ab 19.00 Uhr krampfhaft am Geländer festklammerten. Herkules bin ich ja auch nicht grade. Ach so, genau: die zwei dicken alten Männer waren übrigens wahrscheinlich die einzigen die noch älter waren als ich.
Die Girlies direkt hinter mir waren anscheinend noch größere Fans als ich und versicherten sich andauernd gegenseitig, dass sie mit Sicherheit beim Anblick des schönen Peters tot umfallen würden. Außerdem stimmten sie ein kollektives Kreischkonzert an, als links hinter dem Bühnenvorhang eine Beule sichtbar wurde, die sich dann aber leider schließlich als nichts anderes als eine Beule im Vorhang entpuppte.

Zunächst musste ich aber einen äußerst langweiligen Auftritt einer Knabenband namens Tinseltown And Beggars über mich ergehen lassen. Wer mich kennt, der weiss ja, dass ich eigentlich fröhlichem Indie-Songs nicht abgeneigt bin, und wenn ein Lied Yeaaahhhh und Babiiiieeeeee enthält, dann mag ich das normalerweise sehr gerne. Aber das happy Gedudle und uuuhhh dieser Boys nervte mich richtig. Abgesehen davon imitierten sie teilweise gleichzeitig meine Libertines und die Smiths in solch blasphemischer Art und Weise, dass es schon mehr als unverschämt war. Als sie dann auch noch lalalalala sangen und das ganze Schlamassel mit einem schmalzigen lalalalaLOOOO krönten, da platzte mir grad der Kragen. Zum Glück war's da aber auch schon vorbei. Immerhin konnten die Jungs mich dadurch beeindrucken, dass sie sich ihrerseits nicht davon beeindrucken liessen, schon ab dem zweiten Lied mit Bierflaschen beworfen zu werden.

Danach spielten die Couteneers, die gar nicht mal so schlecht waren, für mich aber nichts weiter als ein zusätzliches Hindernis zwischen mir und meinen Shambles darstellten.

Mittlerweile war es schon sehr warm da vorne und dauernd versuchten sich irgendwelche dreisten Nachzügler skrupellos zwischen mich und die erste Reihe zu drängen. Aber ich kann ziemlich hart sein, wenn es drauf ankommt und so wehrte ich alle Angriffe auf meinen Platz erfolgreich und gewohnt stahlpanzermäßig ab.

Endlich wurden diverse Accessoires, die zum neue, lustigen Bühnenoutfit der Shambles gehören, aufgebaut: alte, englische Ladenschilder (ganz in Albionmanier), ein Ohrensessel, ein Kleiderständer und zwei alte Stehlampen.
Und dann kamen sie endlich daher. Der Peter, wie immer sehr schick, hängte Mantel und Schal ganz wohlerzogen auf den Kleiderständer und los ging's mit Carry On Up The Morning.
Ab diesem Zeitpunkt kämpfte ich ums nackte Überleben, aber sehr motiviert natürlich. Der schöne Drew, der Peter und Adam befanden sich die ganze Zeit in meinem Blickfeld (außer natürlich wenn ich grad Bier im Auge hatte oder die Haare meiner Vorderfrau im Mund oder wenn mein Gesicht von 8-10 Armen eingequetscht war oder wenn ohnmächtige Personen aus den hinteren Reihen über meinen Kopf nach vorne transportiert wurden) und Mick brauch ich ja bekanntermaßen nicht unbedingt sehen.

Ich habe die Shambles ja letztes Jahr schon mal in London erlebt. Damals allerdings nur aus der dritten Reihe und quer und da konnte ich nicht halb so gut sehen (und bin trotzdem nur knapp dem Mosh Pit-Tod entkommen!). Heute hab ich wirklich ALLES gesehen und ich kann es eigentlich nur so beschreiben: ich war romantisiert, ja ich möchte beinahe sagen aphrotisiert, exaltiert und extasiert – meine seit gestern voll ausgebrochene Grippe tat vielleicht ihr Übriges dazu.
Ich sang wie ein Weltmeister (weiss der Kuckuck warum nicht ich selbst längst auf den Bühnen dieser Welt vor Tausenden von kreischenden Fans auftrete), ich schrie und ich sprang. Und als ich einmal kurz keinen Platz für meine Füsse fand und die mir sowieso schon wehtaten, da zog ich sie einfach ein, was gar keinen Unterschied machte, weil ich so eingeklemmt war, dass ich ohne Bodenkontakt in genau der selben Höhe und genau im selben Takt weiter hüpfte. Äußerst praktisch das.

In der Setlist fehlten mir persönlich ein paar mehr von den alten Sachen und wenn schon so viele Songs von der Shotters Nation, dann hätte ich mir schon "There She Goes" und "Lost Art Of Murder" gewünscht.
Und dann war der ganze Auftritt so professionell und organisiert und perfekt. Ich will die Shambles wieder chaotisch und dreckig haben. Dafür war der Peter in guter Form, wirkte sehr anwesend und gesund, was ja auch was Schönes ist.

Hier die Setlist in vielleicht nicht ganz der richtigen Reihenfolge:

Carry on up the morning
Delivery
You talk
I wish
Sedative
Back from the dead
Unbilotitled
Badies Boogie
Unstookietitled
Pretty Sue
Was Ganz was Neues
Pipe down
Beg Steal and Borrow
The Blinding
Side of the Road
Albion
Killamangiro
Fuck Forever

Insgesamt war ich, wie zu erwarten war, begeistert und euphorisch und hab mir nach diesem fröhlichen Fest der Körperflüssigkeiten als ich mit der Nina durch ein Meer von Plastikflaschen und verlorenen Schuhen aus der Halle stolperte, noch ein T-Shirt gekauft - und das obwohl es natürlich völlig überteuert war. Aber was sollte ich machen? Meines war klatschnass und ich bin schließlich krank und brauchte deswegen ein trockenes. Dafür konnte ich vor der Halle noch zwei schöne Plakate sehr günstig illegal erwerben.

Abgesehen von den obligatorischen blöden "Pete Pete Pete Pete…"-Sprechchören (Hallo? Da tritt eine ganze Band auf, ihr Menschen!) war das einzig blöde an diesem Abend, dass ich den Peter leider wieder nicht aufgabeln konnte. ;-) Deswegen müssen wir uns alle wieder mit einer dilettantischen Montage zufrieden geben. Na ja, vielleicht schaff ich's ja noch mal die Babyshambles live zu sehen solange ich hier bin…









No! how could I let go?
Since I caught a glimpse of your white plimsoles
Twisting and turning to northern soul
Just once glance, ah well you know,
Everybody knows


- Malaika

Donnerstag, 7. Februar 2008

Haçienda - The Exhibition


Impressionen …
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Sonntag, 3. Februar 2008

Die wunderbare Wiederherstellung meiner mancunischen Mobilität


Letzten Freitag waren wir wieder mal in unserem geliebten Stagecoach unterwegs. Es war wohl sowas wie Rushhour und der Bus war zum Brechen voll. Das alleine war für mich schon äußerst unangenehm, weil wenn meine 1,5 Meter von allen Seiten von schwitzenden, stinkenden, schwankenden Körpern umzingelt sind, dann kriege ich echt Probleme mit der Atemfunktion!
Am nächsten Morgen musste ich leider feststellen, dass sich mein über alles verehrter und teuer erstandene Uni Rider Buspass nicht mehr in meiner Jackentasche befand. Ich kann kaum glauben, dass der im Gedränge einfach rausgefallen ist, aber andererseits glaube ich auch nicht, dass irgendjemand Interesse daran hat, einen Buspass zu klauen, der nur in Verbindung mit einem Studentenausweis (mit Foto) gilt.
Statt aber um die ins Klo gespülten 50 Pfund zu trauern, ging ich erst mal zum Busbahnhof und klagte der Schalterlady mein Leid. Als ich ihr erzählte, dass ich den Buspass verloren habe, gab sie mir eine Telefonnummer, empfahl mir, bei den Uni Rider Leuten anzurufen und dann beugte sie sich ganz nah ans Fenster und zischte mir ins Ohr, dass ich aber, wenn ich denen erkläre, dass ich das Dings verloren habe, sicher keinen gratis Ersatz kriege; wenn ich stattdessen sagen würde, dass er mir gestohlen wurde allerdings… Zum Schluss setzte sie noch ein verschwörerisches Zwinkern oben drauf.

Zuhause überlegte ich mir lauter gute Diebstahlgeschichten, war aber mit keiner richtig zufrieden. Als ich meinen Mitbewohner um Rat fragte gab der mir gleich den Spitzen Tip der Polizei einfach zu erzählen, dass ich mit dem Ausweis in der Hand an der Haltestelle stand, als der mir plötzlich von einem vorbeirennenden Obdachlosen aus der Hand gerissen wurde. What the hell?!
Ich erklärte ihm, dass ich erstens kein guter Lügner bin und zweitens nicht der Typ, der eine eh schon geächtete Randgruppe unschuldigerweise diskreditieren möchte. (Aufgrund meiner dürftigen Englischkenntnisse klang das natürlich nicht ganz so stilvoll wie eben auf deutsch beschrieben.)
Dazu meinte er nur, dass die Polizei mir diese Geschichte auf jeden Fall abkaufen würde - das passiere schließlich jeden Tag denn die Obdachlosen sind ja alle drogensüchtig - und dass es völlig wurscht sei, weil die Polizei dem sowieso nicht nachgehen würde - es würde also somit niemand jemals wegen meiner Notlüge verhaftet werden.

Am Montag machte ich mich dann auf den Weg in die Uni, um erst mal einen Ersatz für meinen Studentenausweis zu kriegen. In Manchester herrscht ein Mangel an Polizisten und deswegen brauchte die gute Sekretärin dann auch ziemlich lange, um für mich die Adresse der nächstgelegenen Policestation rauszusuchen. Schließlich landete ich dann bei einer im City Center.
Mit einem eher mulmigen Gefühl in meiner leeren Magengegend bereitete ich mich seelisch darauf vor, der Polizistin meine sorgsam zurechtgeschusterte Story vom Diebstahl der Buskarte aus dem Seitenfach meiner Handtasche während der Busfahrt der Hölle aufzutischen. Aber dann kam alles ganz anders:

Sie: How can I help you?
Ich: My buspass was stolen ou…
Sie (unterbricht mich schmunzelnd): Who did it steal from you, love?
Ich: Well, … I don't know actually.
Sie: In that case it's not stolen but lost. Please fill out that form for lost property.

Ich nickte gehorsam und meine Ohren färbten sich spürbar rot, während ich den Zettel dann brav ausfüllte. Zu allem Übel wusste ich meine Telefonnummer natürlich nicht auswendig und musste deswegen schnell die Nina anrufen, damit sie sie mir durchgeben konnte. How embarrassing! Das war dann auch der Moment, wo die Gute mich fragte: "Where are you from, dear?"
Ich: "From Austria."
Da holte die beleibte Mitfünfzigerin mit dem bisher so unbestechlichen Hard-As-Iron-Gesichtsausdruck plötzlich lächelnd tief Luft und begann voller Inbrunst zu singen: "THE HILLS ARE ALIVE WITH THE SOUND OF MUUUSIIIIC…"
(Für alle die, die wie ich bevor ich nach Manchester kam, nicht wissen, was das zu bedeuten hat: das ist eine Textzeile aus "The Sound of Music", einem Musicalfilm aus den 60er Jahren über die österreichische Trapp-Familie. Diejenigen Engländer, die Österreich nicht mit Hitler assoziieren, denen fällt gleich "The Sound of Music ein." Wer sich's geben will kann das hier tun:
http://www.youtube.com/watch?v=H5b95IcKdSQ )

Schließlich hatte ich dann doch noch einen Wisch mit einer Policereportreferencenumber in der Hand und die leitete ich auch gleich an die Uni Rider Leute weiter. Allerdings hatte ich wenig Hoffnung, denn das war ja kein Diebstahlsreport sondern eben nur eine Verlustmeldung. Trotzdem schrieb ich denen in gewollt gebrochenem Englisch eine herzzerreissende mail mit meiner Geschichte von der armen, verzweifelten Austauschstudentin, die in der grossen Stadt plötzlich ohne Busfahrticket überleben muss.
Und siehe da! Schon am nächsten Tag erhielt ich die wundervolle Nachricht einer netten Dame, die mir mitteilte, dass das ja normalerweise so nicht geht, dass sie aber in Anbetracht meiner prekären Situation beschlossen hätten, meinen Buspass kostenlos zu ersetzen. Ich solle aber in Zukunft besser darauf aufpassen, denn noch einmal könnten sie das leider nicht machen.
Unnötig zu erwähnen, dass ich voller Dankbarkeit mein glänzendes neues Uni Rider Ticket seither wie meinen Augapfel hüte.

Oh I guess I'm a lucky girl
Oh baby you know it's true
Oh I guess I'm a lucky girl
I've been lucky since I found you

(Ode an meinen Busausweis, mit freundlicher
Unterstützung von Bruce Springsteen)


Cheers mates,

Malaika

Feueralarm die Zweite!

Es ist schon ein paar Tage her, hat sich aber offensichtlich echt stark in meinem Hirn verankert. Als ich am Donnerstag gerade mit dem Frühstück fertig war im Heim, nahm die Geschichte ihren Lauf. Der Feuermelder in meinem Zimmer explodierte schier. Aber nachdem wir das die Woche vorher schon mal hatten und nach 5 Minuten alles vorbei war, hab ich mir einfach mal prophylaktisch Taschentücher in die Ohren gestopft gegen den Lärm. Nachdems nach 5 Minuten aber nicht aufgehört hat und echt nimmer fein war, bin ich in die Küche getrabt in der Hoffnung, dass es dort leiser ist. Von wegen. Als ich schließlich mit schmerzverzerrtem Gesicht zurück in mein Zimmer getrottet bin, hab ich erst gemerkt, dass die Gänge voller Heimbewohner waren und hab mich schon gewundert. Hab mich dann trotzdem erst aus dem Schlafanzug gewunden, nachdem meine Nachbarin ein genervtes "We have to leave" verlauten ließ. Aha, na sauber, es brennt also, dachte ich mir und geriet dann doch etwas in Panik. Wir standen schließlich ca. 15 Minuten draußen in der Kälte bis Irgendwer scheinbar ein Zeichen gab und wir wieder rein durften. Bis hierhin fand ichs ja noch lustig - auch mal nen Feueralarm mitgekriegt, toll! Hab mich dann anschließend gemütlich geduscht, eingecremt... und just in dem Moment, als ich (noch nackt wohlgemerkt) meine Haare fönen wollte, gings wieder los. Eigentlich wollt ichs ignorieren, aber des geht bei Gott net, weil die Analge einfach zu laut ist. Also mit nassen Haaren (unter Wollmütze) wieder rausgestürzt in die Kälte und da hörte es dann echt auf, lustig zu sein. Noch dazu musst ich ja in die Uni und hatte eher keine Lust, mir die Zeit mit Feueralarmen zu vertreiben. Noch dazu sinnlosereweise, weil was wirklich war, weiß Keiner. Nach einer weiteren Viertelstunde durften wir wieder rein. Und ich glaube, so schnell hab ich mir noch nie die Haare gefönt, mich geschminkt und überhaupt... Hat dann aber geklappt, vor dem nächsten schrillen Feueralarm konnt ich mich in die Uni retten:-) Seit diesem Tage hab ich abends Angst davor, mal nachts aufstehn zu müssen und mich in die Kälte zu stellen. Verständlich, oder??? Na gut, dann mal "Burn the house - there's a party in the place...", eure Nina.

Samstag, 2. Februar 2008

Donnerstag, 31. Januar 2008

The earth is not a cold dead place





Während unsere Mitstudenten 3D lernen oder sich mit sonstigen akademischen Belangen beschäftigen, sehen wir unseren Auslandsaufenthalt ja eher als kulturellen Auftrag im Namen des Zusammenrückens der Völker an, die durch eine miese Laune der Natur und etwas so Lächerliches wie Geographie und irgendwelche verschobenen Platten voneinander getrennt wurden. Nachdem sich unsere Forschungsarbeit bislang auf Suffgespräche an Bushaltestellen oder in den Raucherzonen zahlreicher Bars und Clubs (sprich: draußen) beschränkte, haben wir nun eine weitere Dimension der Kultur für uns erobert und unser erstes Konzert besucht: "Explosions in the Sky".

Ich war ja schon ein bisschen aus dem Häuschen als ich irgendwo las dass die demnächst hier spielen würden und danach aufgrund akuter Ausverkaufsnervosität erst wieder beruhigt, als ich das wunderschöne Ticket endlich in meinen Händen halten und es abknutschen konnte. Voller Vorfreude und mit funkelnden Augen traf ich also Mali, ihren Mitbewohner Dafydd und Nina ungefähr 15 Minuten vor Einlass vor der Konzerthalle. Merkwürdigerweise hatte sich bereits zu diesem Zeitpunkt eine kilometerlange Britenschlange gebildet. Die Kolonne war so lang, dass ich erst befürchtete vor der falschen Manchester Academy gelandet zu sein und jetzt auf ein Linkin Park-Debakel gehen zu müssen - war dann aber doch richtig. Wahrscheinlich wollten die Leute einfach die ersten am Bierstand sein, sonst fällt mir da kein wirklicher Grund ein der irgendwie Sinn machen würde. Naja! Nina war die Einzige von uns die noch kein Ticket hatte und sorgte aus diesem Umstand heraus für ein weiteres kulturell sehr wertvolles Ereignis: Da war nämlich so ein mysteriöser Typ, nein eigentlich sogar zwei, die ständig entlang besagter Schlange der Sinnlosigkeit vor dem Einlass auf- und abliefen und dabei ein dunkles "Spare ticketsss... spare ticketsss... spare ticketsss..." vor sich hin zischten. Wir rätselten erst rum, ob der eine noch ein Ticket kaufen und der andere welche verchecken wollte, was ja schon fast einer tragischen Hollywoodschnulze gleichkommt, wo die sich schließlich dauernd auf halbem Weg der Schlange begegnen und dann doch aneinander vorbeisegeln, obwohl sie mit ihren sich perfekt ergänzenden Anliegen eigentlich für einander geschaffen wären!! Waren dann aber doch nur zwei gewöhnliche Schwarzmarkttypen in direkter Konkurrenz zueinander, was wahrscheinlich auch der Grund dafür war dass sie sich nicht weinend um den Hals gefallen sind, wie ich es für richtig gehalten hätte.
Nina schickte schließlich Dafydd vor, der in seinem Anzug äußerst slick und eh schon ziemlich businessmäßig aussah, um so ein Ticket abzustauben. Unsere erste Begegnung mit der Halbkriminalität also, wie aufregend! Wieder um eine Erfahrung reicher konnten wir alle doch noch, als die Schlange sich plötzlich in rasanter Geschwindigkeit in die Halle reinwand (nämlich zur Einlasszeit, d-uh) die Manchester Academy 1 betreten und über die frisch renovierte Geräumigkeit staunen. Ich staunte nicht besonders lange sondern tat es den Eingeborenen gleich und sprintete gazellengleich zur Bardame, auf dass sie mir taufrischen himmlischen Nektar zu meinem leiblichen Wohle gereiche, welches sowohl meine angekratzte Kehle vergülden als auch meine geschundene Seele in samtig-weicher Manier in warmer Umarmung heilen sollte. Anscheinend ist da in der Kommunikation aber wieder mal was schief gelaufen, die Alte hat mir nämlich doch wieder nur ein Bier im Plastikbecher hingeknallt. Naja, trotzdem danke.

Die Vorband bestand aus einem Typen der mit Gitarre, Effektgeräten und Keyboard/Synthie/keine Ahnung wirklich sehr schöne und wirklich sehr depressive Musik machte. Dass besagter Typ wirklich anwesend war erfuhren Mali und ich überhaupt erst nach zwei Liedern von Dafydd, da sich in der Zwischenzeit zu viele Briten zwischen der Bühne und unseren addierten knappen zwei Metern Körperlänge aufgebaut hatten.
Nach einem durch das zweite Bier nötigen kurzen Klogang waren wir glücklicherweise schlau genug, es einfach mal weiter vorne und links zu probieren. Da konnte man sogar teilweise was von der Bühne sehen, auch auf meiner Augenhöhe! Das war sehr super, weil ziemlich bald schon meine Lieblingsexplosionen die Bühne betraten und uns anderthalb Stunden lang in ihren Bann zogen. Ich muss zugeben dass ich sogar ab und zu die Augen geschlossen habe, was ja so ziemlich das "cheesieste" ist was man machen kann, aber es war echt zu schön um uncheesy zu bleiben. Außerdem habe ich ja keine Kreistänze aufgeführt und mir dabei vorgestellt ich wäre ein Baum im Zauberwald. Also alles noch im Rahmen.
Nach dem letzten Lied schickte ich noch ein paar Kusshände auf die Bühne und wir verließen die Halle wieder, mit der Romantik im Herzen.

Da ja jeder mit der Romantik ein bisschen anders umgeht, gingen wir nun getrennte Wege. Nina war zu müde und wollte darum nachhause, Mali war "too happy" und wollte darum auch nachhause, ich für meinen Teil war aber selbst auch "too happy" und wollte darum eben noch nicht nachhause, weshalb ich mich Dafydd auf der Suche nach seiner geburtstagfeiernden Mitbewohnerin anschloss. Dieses Unterfangen gestaltete sich als äußerst schwierig, da wir sie zwar immer wieder in verschiedenen Bars fanden, doch jedesmal seltsamerweise kurz bevor sie und ihre Freunde sich auf den Weg in ein anderes Lokal machten - und immer kurz nachdem wir schon etwas bestellt hatten. Hm!
Auch nicht weiter schlimm, so konnte ich zumindest weitere neue Besonderheiten kennenlernen - zum Beispiel die Karaoke Night im Footage, einem Pub/Club für die Jüngeren unter uns, also nicht für mich, sondern für die wirklich Jüngeren unter den Anderen. Ich weiss jetzt auch warum die Pubs hier so gerne Karaokeparties veranstalten: Wenn da nämlich ein angeheiterter Typ bei 50.000 Dezibel "The circle of life" von Elton John oder "I will follow him" aus Sister Act brüllt und die 13.000 Zuschauer begeistert mitgröhlen, kann man gar nicht anders als die Pints in Rekordzeit runterzuschütten. Göttlicher Nektar hin oder her, da hilft echt nur noch Betäubung.

Zum Schluss dieses vor Romantik und Schmalz nur so triefenden Eintrags noch eine letzte neue Erkenntnis von mir aus dieser magischen Nacht, diesmal linguistischer Natur:

Wenn ein Mann eine Frau "love" nennt, also wie in "cheers, love" oder "sorry, love", ist das ganz normal.
Wenn eine Frau eine Frau "love" nennt, ist das auch ganz normal.
Wenn ein Mann einen Mann "love" nennt, ist das schon ein bisschen anders und könnte für Irritationen sorgen.
- Wenn aber eine Frau einen Mann "love" nennt, wird sie dafür ge"bummed".

Sara: "Und was bedeutet bummed?"
Dafydd: "It means you get ass-raped."





"Cheers love" also an die Weiber
und ein trockenes "Tschüss" den Männern,
Sara

Montag, 28. Januar 2008

Was wir hier eigentlich machen...


...naja, die Manchester Metropolitan University besuchen. Und um jetzt eben mal was vernünftiges zu schreiben, folgt ein Beitrag über das, was wir in dieser Uni so tun, nich, dass noch Jemand drauf kommt, wir wärn hier nur zum Spaß. Nun gut, wenn man es genau nimmt, ist es schon ziemlich relaxed, im Vergleich zur FH zu Hause zumindest. Da wir ja zwei Terms (Trimester) á ca. 10 Wochen hier absolvieren, machen wir verschiedene Projekte. Das, an dem wir im Moment arbeiten, wurde vorher noch nie an der MMU gemacht. Es ist ein fächerübergreifendes Projekt, das heißt in jeder Gruppe (ca. 12 Leute) sind jeweils zwei aus einem Fachbereich (3D, Textil, Illustration, Fashion usw.) zusammengewürfelt. Die 3D-Leute haben wir leider noch nie gesehn, die hams wohl verpeilt – auch cool! Das Thema lautet „Food“ und jeder Gruppe wurde nun ein bestimmter Stadtteil von Manchester zugeteilt, in dem recherchiert wird und so. Wir haben einen Stadtteil erwischt, der ziemlich weit außerhalb liegt und auf mich wirkt wie eine andere Welt. Als wir nach „Stockport“ kamen, hatte ich das Gefühl, das sei ein kleines, süßes Hafenstädtchen. Naja, ist es nicht, aber schön ist es trotzdem. Auf jeden Fall haben wir dort zusammen den Markt erkundet, es gab echt coole Sachen wie zum Beispiel riesen-große Geburtstagstorten, wo einer aus Marzipan drauf liegt und kotzt☺ Is doch mal was, oder? Ich persönlich hab ja gleich beschlossen, eine kleine Video-Doku über das Ganze zu machen, weil ich 1. nicht wirklich der Print-Chef bin, mir 2. die Ideen für ein Magazin oder sonst was gefehlt hätten und ich 3. diesen Slang hier immer noch sehr schwer verstehe und deshalb recht selten mit meinen Schulkollegen kommuniziere. Ha ha, ihr müsstet echt mal die Hofer, die sonst nicht einmal die Klappen halten kann, hier erleben. Ich fühl mich total wie beschnitten, ich kann einfach nix mit denen reden, weil ich sie ja eben nicht verstehe. Außer, wenn ich betrunken bin, dann spreche ich quasi fließend englisch, aber das ist mir bei anderen Sprachen auch schon aufgefallen. Ich glaub, ich sprech einfach besoffen alle Sprachen dieser Welt - praktisch, oder? Ok, um auf die Schule zurückzukommen: morgen fahren wir wieder auf diesen Markt nach Stockport und dann machen wir Interviews etc., denn bisher hab ich nur das Intro geschnitten. Also die Schul-Girlies fandens geil, aber die findens auch schon ziemlich geil, wenn nur einer mit ner Video-Kamera um sie rum ist. Dazu muss ich allerdings erwähnen, dass ich die „größte“ Kamera (das ist die Panasonic, die wir an der FH haben) der Schule nicht ausleihen durfte. Es war schon ein Zugeständnis, mir fremdem Wesen, überhaupt eine der großen Kameras (etwas kleiner als die Panasonics in Vol.) in die Hand zu drücken. Hab ne Ausnahme-Genehmigung, weil wir eben an der FH schon Video hatten. In unserem Studiengang hier machen die normalerweise nix mit Video, dafür gibt’s nen eigenen, also Studiengang. Ach, ich schweife furchtbar ab. Also auf jeden Fall müssen wir als nächstes Projekt dann eine Kampagne für oder gegen was Gutes bzw. Schlechtes gestalten. Das Beste daran ist, dass die Teacher ungefähr 10 Mal erwähnt haben, dass das also nicht aus Marketing-technischer Sicht umgesetzt werden muss – Danke☺ Das heißt, ich glaube, ich mache wieder ein Video oder wir! Sehr praktisch, oder und so abwechslungsreich... Weiterhin habe ich bis jetzt registriert, dass wir ein Essay schreiben müssen über Schnitt und Licht und Komposition und und und – das kann wieder was werden, mal schaun, welcher meiner drogenabhängigen Heim-Mitbewohner bereit ist, das für nen Zehner zu machen?!? Oder ich schreibs einfach im Suff, haha, brillante Idee! So, mehr weiß ich leider noch nicht. Ach doch, eins fällt mir noch ein und das ist echt interessant, wir konnten hier schon einen Kurs in Screenprinting belegen und einen in Letterpress (also Buchdruck, wa!). Das war echt beides sehr interessant und ich hoffe, dass ich damit noch was machen kann während der Zeit hier – die fliegt nämlich nur so dahin. Aber für so ne Abschlussdoku mit allem drum und dran, was man erlebt hat, könnt ich mir diese Techniken gut vorstellen. So denn meine Lieben, ich zieh mir jetzt meine englische Lieblings-Fernseh-Serie („Shameless“, spielt in Manchester, so in den „Slums“) rein – das ist echt super lustig und total empfehlenswert, wenn man wie ich den Slang endlich verstehen will...
Also, in diesem Sinne - Cheers Bunnies, eure Großstadt-Nina.

Sonntag, 27. Januar 2008

Sorry seems to be the lovedest word


Allgemein ist man in England sehr höflich. Es überrascht wahrscheinlich niemanden, dass unter uns patscherten Landeiern "sorry" das meistausgesprochenste Wort ist, aber auch die Einheimischen gebrauchen es verhältnismäßig oft und aus den merkwürdigsten Gründen.
Hier einige Schwänke aus meinem Leben:

1. Unser Bad hat kein Schloss an der Tür - also die Tür hat schon ein Schloss, das ist aber kapputt. Eigentlich hätte ich mittlerweile checken müssen, dass eine geschlossene Badezimmertür "besetzt" bedeutet. Hatte ich aber nicht. Deswegen hat mich die geschlossene Tür gestern auch nicht abgeschreckt.
Da hier im Haus alle Türen klemmen hab ich also die Klinke gedrückt und mich gleichzeitig schwungvoll mit ganzem Gewicht gegen die Tür geworfen, die prompt auf Widerstand stieß. Klang äußerst ziemlich eindeutig nach Kopf, dasjenige gegen das die Tür da knallte. Gleichzeitig ertönte ein Schmerzensschrei. War also auch höchstwahrscheinlich ein Kopf, würde ich jetzt mal sagen.
Direkt im Anschluß ertönt ein lautes "I'm sorry!" aus dem Bad. Gleichzeitig mit meinem "sorry" übrigens. Hallo? Ich war doch der Missetäter und Körperverletzer! Warum also entschuldigt sich die unschuldige, mißhandelte Person im Bad?

2. Fernsehabend im Wohnzimmer. Ein unterdrücktes Niesen von Gem, kaum hörbar. Mir rutscht ein herzliches "Gsundheit" raus, für das ich mich direkt im Anschluss gleich mit den Worten: "Oh sorry. I'm talking German to you again." entschuldige.
Darauf sie: "Oh excuse me. I'm sorry. " Warum? Fürs Niesen kann doch wirklich keiner was. Ich werde sofort drüber aufgeklärt, dass es Länder gibt, in denen Niesen generell verboten ist.
"Aha", sag ich. "And what are you supposed to do?"
"Use a handkerchief or go to jail." Na dann…

3. Im Bus. Ich, wieder einmal zu verpeilt um rechtzeitig den Halteknopf zu drücken, springe erst auf, als der Bus zufälig eh an meiner Haltestelle stehenbleibt. Kurz vor dem Ausgang remple ich aus Versehen einen älteren Herrn an (bzw. renne ihn beinahe über den Haufen). Vor lauter Schock und Stress fehlen mir die Worte. Ihm nicht.
"Sorry.", sagt er. Und ich rufe reflexartig über meine Schulter: "No problem."
So bin ich. Nett halt.

Cheers loves,

Malaika

Dienstag, 22. Januar 2008

Der stylischste Klokübel aller Zeiten. WOW!




Wenn der Kübel richtig funktioniert, dann muss man ihn nicht mal anfassen. Das Teil hat mich so fasziniert, dass ich gleich einen Film drehen musste.
Übrigens befindet sich dieses Wunder der Technik im Klo unserer vorläufigen Stammkneipe Trof im Northern Quater. Da trinke ich immer gerne besonders viele Guinness, weil das Klo auch so schön ist. Soviel also zu diesem äußerst interessanten Thema, das wahrscheinlich haupsächlich (und allein) den Markus Vögel begeistern wird. ;-)




Cheers loves,

Malaika

Manchesters auditive Seite II

Nachtrag zu gestern:

Das Schönste, was es hier für mich zu hören gibt, sind -man höre und staune- die zwischernden Vöglein. Besonders nachts sind sie sehr aktiv. Entweder die haben den Abflug in den Süden verpasst, keine Orientierung oder sie tun es den coolen Menschen hier gleich...
Das wars und bis bald, Nina.

Manchesters auditive Seite

Also ich muss schon sagen Leute: was meine außerordentlich empfindlichen und von der Kleinstadt offenbar ziemlich geschonten Ohren hier so zu hören kriegen – Puh, echt beeindruckend!
Beginnen wir mit dem heutigen Morgen. Da bin ich nämlich gegen 8 Uhr vom Feueralarm in meinem Heimzimmer aufgewacht. Nach drei panischen Runden durch die 4 Quadratmeter-Bude (also quasi Morgensport) hab ich gemerkt, dass es nicht nach Rauch riecht und mich etwas beruhigt (hab am Abend erfahren, dass das der wöchentliche Probealarm war, haha). Aber ich sag euch, Leute, LAUT ist für diese Alarmanlage kein Ausdruck.
Und das, wo ich doch eh schon jeden Abend damit leben muss, dass es in einer Großstadt nun mal normal ist, wenn 70 Mal der Krankenwagen vorbei- (und von der Lautstärke her quasi durch mein Zimmer) fährt. Warum die hier so oft fahren, verraten mir meine ängstliche Seele und die weibliche Intuition: also wahrscheinlich haben sich wieder irgendwelche Gangster in den Kopf geballert, es wurde Jemand tot gefahren oder es fand mindestens eine Vergewaltigung statt – guter Link zum nächsten auditiven Thema im Übrigen: die Mädels auf Manchesters nächtlichen Straßen schreien ganz schön viel, oft und schrill.... das hör ich auch in meinem Zimmer, abends, immer wenn ich schlafen will!
Nun gut, es gibt ja dann doch noch etwas, was einen höheren Pegel zu bieten hat: das ist mein Zimmernachbar Sakis (Zäääkisssss gesprochen), netter Typ, aber auch laut. Wenn er nicht gerade irgendwelche schlechte Technomucke auf 30000 Dezibel hochdreht, rennt er durch den Gang und schreit: „Es ist Freitag, Nina!“ Der einzige Satz, den er auf deutsch kann und der soviel bedeutet wie: heute machen wir kräftig einen drauf, was wiederum bedeutet, dass meine durchschnittlich 20-Jährigen Mitbewohner gegen 9 Uhr früh ins Bett gehen, es vorher aber noch mal so richtig krachen lassen musiktechnisch (also zwischen 4 und 9 Uhr morgens). Nich schlimm!
Ach ja, könnt ihr euch vorstellen, welches Geräusch hier am ausdauernsten (24 Stunden am Tag) ist, aber dafür auch am vergleichsweise leisesten??? Es ist - tamtaratam: der Regen, mein neuer Freund☺ Alles nur Gewohnheitssache sag ich da...
Nicht, dass noch Jemand auf die Idee kommt, das war jetzt alles negativ gemeint. Quatsch, ich bin nur überrascht, dass ich überhaupt noch höre. Aber das wiederum liegt wahrscheinlich am Ohrenbalsam, den ich immer dann auf meine Wascheln bekomme, wenn wir eines der schönen Pubs besuchen, in denen man jedes Lied mitsingen und tanzen möchte...
Liebe Grüße, Nina.

Sonntag, 20. Januar 2008

Neueste Erkenntnisse


Die Engländer haben keine Ahnung von Kaffee (und das bringt mich fast um).

Norden ist nicht gegenüber von Westen.

Auch "Brot" ist ein dehnbarer Begriff. Dehnbar im wahrsten Sinne des Wortes…

Wenn man mit einem Gasherd kocht, dann kann man trotzdem im selben Raum rauchen ohne dass einem eine Explosion die Küche um die Ohren haut.

Englische Studenten sind total irritiert wenn ausländische Studenten ZUM SPASS! Bücher lesen.

Vibratoren, Dildos und Penisringe kann man sich hier in den Toiletten der Bars aus dem Automat holen. Gleich neben dem Kaugummiautomat übrigens.

Cheers loves,

Malaika

Donnerstag, 17. Januar 2008

Manchester, Music, Mitbewohner


Wieso ich mir gerade Manchester als Ziel für mein Auslandssemester ausgesucht hab ist ja kein Geheimnis. Nicht etwa wegen der weltberühmten Universität, dem wunderbaren Wetter, der gefeierten Fussballmannschaft oder der kulinarischen Vielfalt nämlich, sondern der Musik wegen. Natürlich.
Seit Monaten durchforste ich die Tourpläne sämtlicher meiner Lieblings-, Halblieblings-, Fastlieblings- und Vielleicht-bald-Lieblingsbands und habe im Zuge dessen ja schon im November Karten für das am 10. Februar anstehende Babyshambles Konzert (das wichtigste von allen!) ergattert.

The Smiths, Joy Divison, New Order, Oasis, James, The Stone Roses, Lamb, Happy Mondays, The Verve, … - alle kommen sie aus Manchester. Schon alleine deswegen, hab ich mir gedacht, muss über dieser Stadt ein Geist schweben, der mein Herz mit Freude erfüllen wird, wenn ich einfach erst einmal auf diesen holprigen Straßen durch die Pfützen springe.
Dem war aber zuerst einmal gar nicht so. Die Zimmersuche gestaltete sich mehr als schwierig und neben dem ganzen Organisationskram hatten wir bisher kaum Zeit uns dem berüchtigten Nachtleben dieser verrückten Stadt zu widmen. Jetzt, wo wir endlich wirklich alle fix irgendwo wohnen, jeder eine englische Handysimkarte hat und die Aktivierung unserer englischen Konten langsam in greifbare Nähe rückt, werden wir das wohl in Angriff nehmen.

Ich persönlich habe es ja als mein Schicksal angesehen, dass ich hierher komme. Und ich und mein Schicksal hatten bisher noch nie ein Problem miteinander. Als ich dann aber hier in die Wellington Road eingezogen war, da musste ich mich schon kurz fragen, was sich das Schicksal wohl dabei gedacht hat, mich in eine solche Runggelbude zu verschlagen. Ich bin wirklich kein Ordnungsfanatiker, aber beim Anblick gewisser Räume in diesem Haus hat es mir am Anfang schon ein bisschen die Sprache verschlagen.
Meine 6-7 Mitbewohner stellten sich als sehr seltsame Menschen heraus, die ihre Zimmer höchstens verlassen, um ihr Geschäft zu verrichten, zu duschen oder zu kochen. Angeblich haben sie den Megastress an der Uni und müssen ganz viel lernen, was ich aber bezweifle - bei höchstens 2 Tagen Unterricht in der Woche. Als wir dann mit einer der Mädels ein Gespräch über Musik führten und sie uns unter quietschendem Gejubel erklärte, dass sie Karten für das Spice Girls Konzert habe, da hätt ich mich schon fast mit meinem Schicksal angelegt. Als der Mitbewohner über mir in voller Lautstärke undefinierbaren Klängen der unerträglichen Art zu lauschen begann, schrie ich laut: "WARUM?!" Und als Ninas Zimmernachbar Sakis uns erklärte, dass nur House das Wahre ist, wollte ich weinen.

Aber dann kam mein Mitbewohner Dafydd aus Wales zurück. Er ist der einzige Raucher im Haus und ist froh, dass mit mir einmal jemand eingezogen ist, der sich im Wohnzimmer aufhält - dem einzigen Ort wo man rauchen darf. Also treffen wir uns immer dort. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass die anderen im Haus nicht so angetan von ihm sind. Er ist halt ein bisschen… anders. Kein Wunder, dass ich ihn geich in mein Herz geschlossen hab.
Gestern hat er mir vorgeschlagen noch eine DVD anzuschauen. Zu diesem Zweck hat er mich in sein Zimmer gebeten, damit ich mir dort eine DVD aus seinem Regal aussuchen konnte. Und was erblickten meine linsengeplagten Augen in der Ecke des Zimmers? Eine Gitarre und einen Bass! Der Dafydd ist ein Musiker.
Als er die Freude in meinem Gesicht sah, begann er sofort, ein Privatkonzert für mich zu spielen. Wie man sich sicher vorstellen kann fühlte ich mich äußerst geehrt. Dann hielt er mir die Gitarre hin und fragte: "Wanna try?" Aber sicher. Ich hängte mir das Teil um und klimperte drauflos, worauf er in schallendes Gelächter ausbrach und rief: "It looks huge on you!"
Bevor wir dann "City Of God" in den DVD-Player legten, sahen wir uns auf BBC noch eine Diskussion über den Einfluss britischer Musiker aus den 60ern auf die heutige Musikszene an und quatschten über alle möglichen alten und neuen Bands.

Und somit habe ich mich mit meinem Schicksal dann auch versöhnen können. Mein Mitbewohner ist ein Musik-Freak - was will man mehr?!

Oh, das Beste kommt am Schluss: die Sara und ich haben uns - nachdem uns Dafydd den glorreichen Tip gegeben hat - gestern Karten für das Radiohead Konzert Ende Juni gekauft. Juchu!


Cheers loves,

Malaika

Mittwoch, 16. Januar 2008

Kings of the road

Mit der mancunischen Lässigkeit läufts jetzt schon viel besser. Ich entgehe ungefähr zwanzig Mal am Tag mit urbaner Nonchalance smooth dem Tod durch Überfahrung, reagiere auf Blicke anderer mit gekonnt versteinertem Gesichtsausdruck und! Ich kann mittlerweile busfahren!! In Vorarlberg bin ich ja so quasi der meistbusfahrende Mensch überhaupt, bedingt durch meine Scheisspendlerei zwischen Lustenau und Dornbirn, und hab gedacht zumindest das hätte ich also drauf, aber nee! Wenn man in Manchester Bus fahren will muss man nämlich ganz viele Sachen bedenken die in V komplett wegfallen.

Das fängt schon beim Einfachsten an: Der Bus bleibt nämlich gar nicht stehen. Wir haben schon so manchem "Magic Bus" mit Tränen in den Augen nachsehen müssen, bis wir mal rafften dass man winken muss damit er anhält. Man kann aber auch nicht einfach so irgendeinen Bus herwinken! Es ist hier nämlich so, dass mehrere verschiedene Busgesellschaften durch die Stadt gondeln, und man beim Ticketkauf einiges an Geld einsparen kann, wenn man die Tagestickets nur für eine dieser Gesellschaften (Stagecoach, Finglands, Arriva und mein persönlicher Liebling: Bullocks) löst. Da zahlt man nämlich nur 3 Pfund und kriegt dafür einen Zettel auf dem "Day Rider" steht. Ist ja schon mal geil. Wenn man dann aber irgendwo im Regen steht, was ja hier öfters mal passieren kann, und unbedingt schnell wieder von diesem Ort weg möchte (Moss Side, Uni etc), kann man noch so stolz darauf sein dass man ein Stagecoach-Day Rider ist, der Finglands-Bus nimmt einen trotzdem nicht mit. "YOU HAD MY SUSPICION!" brummt der Fahrer dann nur mahnend nachdem man versucht hat hastig an ihm vorbei zu springen, kurz bevor er einen wieder rausschmeisst. Vorallem wenn man im betrunkenen Zustand durch die Stadt stolpert ist es also ratsam so ein Tagesticket für alle Busse um 4 Pfund zu kaufen. Nicht nur dass man dann den Luxus leben kann sich einfach wahllos in jeden Bus zu stürzen der einem gerade gefällt, nein! Mit diesem kostbaren Zettel bekommt man auch einen noch geileren Titel verliehen: "Day Saver"! Ich für meinen Teil habe es die letzten 36 Pfund (=9 Tage) sehr genossen offizieller Tagesretter zu sein, bin jetzt aber doch auf eine langweilige Monatskarte umgestiegen. Eine ziemlich gute Investition, zumal ich natürlich die Einzige von uns bin die noch keine Unterkunft hier hat. So kann ich es mir vielleicht nachts mal in einem Doppeldecker meines Vertrauens gemütlich machen. Wir sollen hier ja schließlich Erfahrungen gewinnen...oder so.

Ach ja! Wenn man erstmal das Ticket gelöst hat, gehts ja weiter. Irgendwo sollte man schließlich auch sitzen. Und wenn die die Busse hier schon doppelt so hoch bauen, laufen wir natürlich gerne hoch in den ersten Stock um uns wie Könige zu fühlen bzw so zu tun als ob wir den Bus selbst steuern würden (mit lautem "BRUMM BRUMM!!" hat Nina schon am ersten Tag sehr viele neue Freunde dazugewonnen) bzw die anderen Mitpassagiere mit unserer Anwesenheit zu nerven. Und wie man das aus dem Schulbus kennt - die härtesten Gangster sitzen immer ganz hinten. Nach anfänglichem Zögern trauen auch wir uns mittlerweile immer öfter unsere Luxuskörper in die hintersten Reihen der Magic Busses zu verfrachten und können also so noch ein paar Lässigkeitspunkte mehr für uns einstreichen.

Erwähnte Punkte werden allerdings ganz schnell wieder verloren, wenn man immer noch zu blöd ist um zu wissen wo man sich überhaupt befindet und wo zur Hölle man aussteigen muss (sich an roten Backsteinhäusern zu orientieren ist gar nicht mal sooo einfach und auch nicht besonders schlau), und mit lautem, germannischen Geschrei "SCHEISSE MIA MÜASSEND UUUUSSEEEEE!!" den doch ziemlich weiten Weg aus der hintersten Reihe und die lebensgefährliche Treppe runterpoltert.

Sollte man allerdings auch dies geschafft haben und den Weg ins Freie finden, kommt das Wichtigste! Weil die Mancunians entgegen aller Gerüchte so höfliche und freundliche Menschen sind, motzen sie den Busfahrer nicht wie die Vorarlberger Dorfjugend auf dem Weg in die Blaue Sau in präpubertärer Manier an, sondern danken ihm herzlichst. Wofür weiss ich nicht, habs mir aber trotzdem angewöhnt es den Eingeborenen gleichzutun, natürlich nur sofern der Busfahrer mir sympathisch ist - irgendwo ist ja auch mal Schluss.

In diesem interessanten Blogeintrag leider noch nicht, ich kann nämlich beim besten Willen nicht soviel über Busse schreiben ohne unseren Lieblingsfahrer zu erwähnen. Ein wirklich sehr cooler Typ, der manchmal während der Fahrt singt und vor sich hin lacht, immer einen äußerst rasanten und abenteuerlichen Fahrstil an den Tag legt (Dialog zwischen ihm und einer Passagiererin - Sie: "You don't know how to drive a bus!" Er: "WHAT?! It's not my fault, this bus is too old - see!" (Quietschen-Krachen-Passagiere fallen um) Er: "Now don't tell me I can't drive! UAHAHAHAHAAA"), sich gerne über die Herkunft seiner Mitfahrer unterhält ("Oh Austria - where Hitler came from!") und prinzipiell schon 200 Meter vor jeder anzufahrenden Haltestelle die Türen öffnet. Ziemlich praktisch, weil man bei dem Schwung eh schon von selber rausfällt und also schneller draussen ist.

Beim letzten Mal hab ich ihm nach der üblichen Danksagung noch geraten vorsichtig zu fahren. Das winkt er nur cool mit einem "Yeah yeah" ab und braust genauso wahnsinnig wie er gekommen ist wieder davon - mit ca 76 verängstigten Day Ridern und Day Savern im Gepäck. Was für ein Mann!





Cheers love,
Sara